Nachrichten

Politik II

Neue Beweise: Todesschütze von Ottawa nahm Video von sich auf ++ Haushalt: Großbritannien lehnt Zahlung an EU ab ++ Nach dem Anschlag: Ägypten verschärft Rechte der Militärgerichte ++ Durchsuchungen: Spaniens Polizei sprengt Korruptionsring

Todesschütze von Ottawa nahm Video von sich auf

Der Todesschütze von Ottawa ist Polizeiangaben zufolge von „ideologischen und politischen Motiven“ zu seiner Tat getrieben worden. Das zeige ein Video, dass der 32-jährige Michael Zehaf-Bibeau von sich selbst aufgenommen habe, bevor er am Mittwoch an einem Weltkriegsdenkmal in der kanadischen Hauptstadt einen Wachsoldaten erschoss und das Parlament stürmte. Das Video werde derzeit detailliert untersucht.

Großbritannien lehnt Zahlung an EU ab

Der britische Premierminister David Cameron hat die Zahlungsforderung der EU-Kommission erneut zurückgewiesen. „Großbritannien wird niemandem am 1. Dezember zwei Milliarden Euro zahlen und wir weisen das Ausmaß dieser Zahlung zurück“, sagte Cameron. Zuvor hatte der EU-Haushaltskommissar, Jacek Dominik, gewarnt, London müsse die geforderte Nachzahlung zum EU-Budget bis zum 1. Dezember leisten.

Ägypten verschärft Rechte der Militärgerichte

Drei Tage nach einem verheerenden Anschlag auf der Sinaihalbinsel hat Ägypten die Befugnisse seiner Militärgerichte deutlich ausgeweitet. In einem am Montag von Präsident Abdel Fattah al-Sisi erlassenen Gesetz werden öffentliche Versorgungseinrichtungen ab sofort zu Militäreinrichtungen erklärt. Damit seien die Militärgerichte unter anderem für Angriffe auf das Bahn-, Straßen-, Strom- und Gasnetz zuständig.

Spaniens Polizei sprengt Korruptionsring

Bei einem Schlag gegen Korruption sind in Spanien 51 Politiker, Beamte und Geschäftsleute festgenommen worden. Die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft und die Guardia Civil durchsuchten bei der Großoperation am Montag Rathäuser, Firmensitze und Wohnungen in Madrid, Murcia, Valencia und León. Dem Ring werde Bestechung bei der Vergabe von öffentlichen Bau- und Dienstleistungsaufträgen vorgeworfen.