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Politik II

Nordkorea: US-Militär: Sprengkopf für Atomrakete ist möglich ++ Libanon: Fünf Tote und Verletzte bei Gefechten in Tripoli ++ Argentinien: Lebenslange Haftstrafen gegen Ex-Armeeangestellte

US-Militär: Sprengkopf für Atomrakete ist möglich

Nordkorea ist nach Einschätzung des US-Militärs in der Lage, einen Atomsprengkopf für eine Interkontinentalrakete zu bauen. „Ich denke, dass sie an diesem Punkt über die Fähigkeit verfügen, die Vorrichtung (Bombe) stark verkleinert zu haben“, sagte der Befehlshaber der US-Streitkräfte in Südkorea, Curtis Scaparrotti, am Freitag (Ortszeit) im Verteidigungsministerium in Washington. Nordkorea hat bisher drei Atomtests durchgeführt. Außerdem habe Nordkorea die Technologie, „das wirklich auch zu liefern, was sie sagen, zu haben“. In den USA und Südkorea wurde bislang bezweifelt, ob Nordkorea so weit ist, einen Atomsprengkopf bauen zu können, der auf eine Rakete zu montieren ist.

Fünf Tote und Verletzte bei Gefechten in Tripoli

Bei Gefechten der libanesischen Armee mit islamistischen Extremisten in Tripoli sind mindestens fünf Menschen getötet worden. 13 weitere wurden verletzt. Soldaten hätten bewaffnete Extremisten auf dem alten Markt der Stadt eingekesselt und versuchten, sie festzunehmen. Die Zusammenstöße in der zweitgrößten Stadt des Libanon begannen den Angaben zufolge am Freitagabend. Die Kämpfe waren nach einer Razzia der Armee in der Region Dinnije ausgebrochen. Soldaten hatten drei Extremisten getötet und einen Anführer festgenommen. Unter den Getöteten war der abtrünnige Soldat Abdul-Kadir Akkumi, der per Video bekannt gegeben hatte, dass er sich dem IS angeschlossen habe.

Lebenslange Haftstrafen gegen Ex-Armeeangestellte

In Argentinien sind 15 Ex-Armeeangestellte und Zivilisten wegen schwerer Menschenrechtsvergehen während der Militärdiktatur (1976–1983) zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht in La Plata befand die Angeklagten am Freitag für schuldig, Häftlinge in einem Geheimgefängnis gefoltert und 135 von ihnen ermordet zu haben. Vier weitere Angeklagte erhielten Haftstrafen von bis zu 13 Jahren. Im Gerichtssaal brandete Applaus auf, als die Urteile verkündet wurden. Bei den meisten Verurteilten handelt es sich um Ex-Armeeangehörige, die übrigen waren Gefängnismitarbeiter oder zivile Regierungsangestellte. Unter den Angeklagten war auch der frühere Polizeichef der Provinz Buenos Aires, Miguel Etchecolatz.