Militär

Erster US-Soldat stirbt im Einsatz gegen den IS

Die USA beklagen das erste Todesopfer in ihrem Feldzug gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und Syrien.

Ein 19-jähriger Marineinfanterist sei in der Nähe von Bagdad ums Leben gekommen, allerdings nicht bei einem Kampfeinsatz, erklärte das US-Verteidigungsministerium am Freitag. Die Todesumstände würden untersucht. Die USA gehen seit dem 8. August gegen die sunnitische Miliz vor, die weite Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Einer neuen Umfrage des Instituts GfK zufolge hält fast jeder zweite Amerikaner den US-Militäreinsatz für nicht ausreichend. Nur 43 Prozent der Befragten sind mit dem Vorgehen von US-Präsident Barack Obama zufrieden. Fast zwei Drittel nehmen die Bedrohung durch die Extremisten sehr oder extrem wichtig. Und 66 Prozent unterstützen die Luftangriffe auf den IS. Doch sagen 65 Prozent der Befragten gleichzeitig, Obama habe das Ziel beim Kampf gegen den IS noch nicht ausreichend erklärt.

Seit Donnerstagabend flogen Kampfflugzeuge der USA und verbündeter Staaten im Kampf gegen den IS im Irak und in Syrien zwölf Einsätze. Im Norden Syriens wurden Stellungen des IS rund um Kobane an der Grenze zur Türkei angegriffen. Im Irak wurden bei drei Luftangriffen in der Nähe des strategisch wichtigen Staudamms bei Mossul im Norden des Landes Fahrzeuge und Mörser der IS-Miliz zerstört. Sechs weitere Angriffe nahe Baidschi und der größten Erdölraffinerie des Landes galten unter anderem einem Ausbildungslager der Dschihadisten. Das französische Militär hatte zuvor mitgeteilt, bei einem „massiven“ Luftangriff der Anti-IS-Koalition seien ein Waffenlager und ein Trainingscamp der Dschihadisten in der nordirakischen Region Kirkuk zerstört worden.