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Politik II

Israel: Brandbomben auf neue jüdische Siedlerhäuser ++ Nordkorea: Festgehaltener Amerikaner ist wieder frei ++ Iran: Hohe Haftstrafen für Christen ++ Großbritannien: Regierung will Mädchen besser schützen

Brandbomben auf neue jüdische Siedlerhäuser

Molotowcocktails und Knallkörper sind in der Nacht zum Dienstag auf von israelischen Siedlern bezogene Wohnhäuser in Ost-Jerusalem geworfen worden. Zwar wurde nach Angaben der Polizei bei den Attacken niemand verletzt, aber Sicherheitskräfte befürchten, dass das dicht bewohnte palästinensische Stadtviertel Silwan südlich der Altstadt jetzt vermehrt zum Schauplatz blutiger Konflikte wird. Jüdische Ultranationalisten versuchen das Viertel schrittweise zu besiedeln und die arabischen Einwohner zu verdrängen.

Festgehaltener Amerikaner ist wieder frei

Der in Nordkorea festgehaltene US-Bürger Jeffrey Fowle ist freigekommen. Er sei am Dienstag in die USA zurückgekehrt, teilte eine Sprecherin des US-Außenministeriums mit. Details wurden nicht bekannt. Die USA bemühten sich weiter darum, auch die in dem kommunistischen Land festgehaltenen US-Amerikaner Matthew Miller and Kenneth Bae freizubekommen, hieß es. Fowle war verdächtigt worden, eine Bibel in einem Nachtclub in der Hafenstadt Chongjin hinterlassen zu haben.

Hohe Haftstrafen für Christen

Drei leitende Geistliche der iranischen Hauskirchenbewegung sind zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Die Pastoren Behnam Irani und Abdolreza „Matthias“ Haghnejad sowie Diakon Reza „Silas“ Rabbani müssen für jeweils sechs Jahre ins Gefängnis, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das Gericht warf den zum Christentum konvertierten ehemaligen Muslimen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ sowie Vorbereitung eines Umsturzes vor.

Regierung will Mädchen besser schützen

Die britische Regierung plant ein strengeres Vorgehen gegen Genitalverstümmelung an jungen Frauen. Nach einer derzeit im Parlament liegenden Novellierung könnte Mädchen künftig der Reisepass entzogen werden, um zu verhindern, dass sie zu einer Beschneidung ins Ausland gebracht werden. Wie britische Medien weiter berichteten, sollen Lehrer, Sozialarbeiter, die Polizei und nahestehende Personen gerichtliche Schutzanordnungen für gefährdete Mädchen beantragen können. Die Opfer selbst sollen erhöhten Zeugenschutz erhalten.