Extremismus

Unterstützer des IS in Aachen festgenommen

Polizeieinsatz am Sonnabend in mehreren Bundesländern

Zwei aus Tunesien und Russland stammende Männer seien in Aachen festgenommen worden, gegen sie habe ein Haftbefehl vorgelegen, teilte Generalbundesanwalt Harald Range mit. Die beiden anderen Beschuldigten seien vorläufig festgenommen worden. Der Einsatz erstreckte sich auf Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Der IS verliert unterdessen in der umkämpften Kurdenstadt Kobane weiter an Boden. Angriffe der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) und der Allianz gegen den IS würden die IS-Kämpfer zurückdrängen, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. So habe das von den USA geführte Bündnis laut YPG in der Nacht zu Sonnabend zwei gezielte Luftschläge gegen den IS im Osten von Kobane geflogen.

Im Nordosten Syriens sollen nach Angaben von Menschenrechtlern Zivilisten bei Luftangriffen des Bündnisses gegen den Islamischen Staat getötet worden sein. Drei Menschen seien bei einem Luftangriff nahe dem Dorf Kabiba in der Provinz Hasaka ums Leben gekommen, meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonnabend.

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien ergießt sich vor allem in den Libanon. Das Land hat deshalb jetzt seine Grenzen weitgehend geschlossen. Es würden deutlich weniger Flüchtlinge ins Land gelassen, sagte am Sonnabend die Vertreterin des UN-Flüchtlingshilfswerks im Libanon, Ninette Kelley. Die Regierung begründete die Entscheidung damit, dass bereits zu viele Flüchtlinge dort lebten. Ein Viertel aller Menschen im Libanon sind Flüchtlinge, das sind pro Kopf mehr als in jedem anderen Land. Viele von ihnen leben in ärmlichsten Verhältnissen. Die Regierung fürchtet eine Destabilisierung des Landes. In der Bevölkerung stoßen die Flüchtlinge mittlerweile auf eine zunehmende Ablehnung. Sie würden den Einheimischen die Jobs wegnehmen und Löhne drücken, heißt es. Schulen und Krankenhäuser seien wegen der Flüchtlinge überfüllt.