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Kritik: Ärztechef lehnt ärztlich assistierte Selbsttötung ab ++ Entscheidung: Finanzamt entzieht Attac die Gemeinnnützigkeit

Ärztechef lehnt ärztlich assistierte Selbsttötung ab

Die Bundesärztekammer (BÄK) lehnt die von einer Gruppe namhafter Koalitionsabgeordneter geforderte ärztlich begleitete Selbsttötung sterbenskranker Menschen weiter ab. BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery warnte: „Dieser Vorschlag mündet in die Freigabe einer aktiven Sterbehilfe.“ Der Vorstoß sieht vor, Ärzten unter bestimmten Bedingungen die Beihilfe zur Selbsttötung zu erlauben: „Schließlich soll der Arzt dann noch Hilfestellung bei der Selbsttötung leisten und eine medizinische Begleitung auf der Grundlage ärztlicher Fachkenntnis liefern. Damit aber ist die Grenze zur Tötung auf Verlangen klar überschritten“, kritisierte Montgomery.

Finanzamt entzieht Attac die Gemeinnnützigkeit

Das Finanzamt Frankfurt am Main hat dem Trägerverein des globalisierungskritischen Netzwerks Attac die Gemeinnützigkeit entzogen. Die Behörde halte Attac für zu politisch, erklärte das Netzwerk. Das Finanzamt sehe vor allem in dem Engagement für eine Finanztransaktionssteuer oder eine Vermögensabgabe keinen gemeinnützigen Zweck. Attac kann als Folge der Entscheidung für eingehende Spenden und Mitgliedsbeiträge keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen. Der Verein legte nach eigenen Angaben bereits Einspruch gegen die Entscheidung ein. Sollte das Finanzamt dem nicht stattgeben, will Attac auch klagen, so Attac-Geschäftsführerin Stephanie Handtmann.