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Flüchtlinge in NRW: Bericht: Gewalt war Betreibern bekannt ++ Philippinen: Deutsche Geiseln berichten über Todesangst

Bericht: Gewalt war Betreibern bekannt

Der private Betreiber von Flüchtlingsheimen, die European Homecare GmbH, wusste von Gewalt gegenüber Flüchtlingen in den von ihm betriebenen Einrichtungen. Das sagen Mitarbeiter verschiedener Sicherheitsfirmen dem WDR. Gewalttätige Übergriffe gegenüber Flüchtlingen, die sich nicht an die Anweisungen des Personals hielten, seien mit Wissen und teilweise auf Veranlassung von European Homecare erfolgt. „Wir haben auch schon mal zugeschlagen“, sagte ein Wachmann. „Das aber nur, um uns zu wehren.“ Zuletzt war bekannt geworden, dass es in mehreren Unterkünften in NRW zu Misshandlungen von Flüchtlingen durch private Wachleute gekommen sein soll.

Deutsche Geiseln berichten über Todesangst

Zwei Deutsche in Gewalt der philippinischen Islamistengruppe Abu Sayyaf haben sich in einem Radiointerview über ihre schweren Haftbedingungen beklagt. Der 74 Jahre alte Mann und seine 55-jährige Partnerin sagten dem Sender DXRZ, sie lebten in ständiger Angst zu sterben. „Es wird jeden Tag schlimmer“, sagte die Frau. Sie sei auch besorgt, weil ihr herzkranker Mann keine medizinische Behandlung erhalte. Die beiden Deutschen waren im April von ihrer Segeljacht östlich der Philippinen entführt worden. Die Entführer von Abu Sayyaf verlangen Lösegeld. Außerdem fordern sie, dass Deutschland seine Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einstellt.