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Politik II

Libyen: Islamisten lassen britische Geisel gegen Lösegeld frei ++ Frankreich: Tausende demonstrieren gegen Leihmutterschaft ++ Ukraine: Erneut Tote bei Kämpfen in der Region Donezk

Islamisten lassen britische Geisel gegen Lösegeld frei

Ein in Libyen von Islamisten verschleppter Brite ist von seinen Entführern freigelassen worden. David Bolam sei in Sicherheit und es gehe ihm gut, teilte das Außenministerium in London am Sonntag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Offenbar kam der Brite nach Zahlung eines Lösegeldes frei. Die Geldübergabe sei durch eine politische Gruppe in der ostlibyschen Stadt Bengasi ermöglicht worden. Die britische Regierung, die Lösegeldzahlungen in solchen Fällen grundsätzlich ablehnt, wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al Gaddafi 2011 versinkt das Land immer mehr im Chaos. Die ehemaligen Rebellengruppen kämpfen um die Macht und den Ölreichtum.

Tausende demonstrieren gegen Leihmutterschaft

Tausende haben am Sonntag in Paris und in Bordeaux gegen Leihmutterschaft und ein Recht auf künstliche Befruchtung demonstriert. Zu den Kundgebungen für eine „familienfreundliche“ Politik hatte die konservative Vereinigung „Manif pour tous“ (Demo für alle) aufgerufen. Mit den Forderungen „Universelle Abschaffung der Leihmutterschaft“ und „Schützen wir die Familie“ zogen die konservativen Demonstranten in Paris von der Porte Dauphine zum Montparnasse. Regierungschef Manuel Valls hatte den Kundgebungen vorab Wind aus den Segeln zu nehmen versucht. Er erklärte, die Leihmutterschaft bleibe in Frankreich untersagt. Allein in Paris begleiteten mehr als 1000 Polizisten den Marsch.

Erneut Tote bei Kämpfen in der Region Donezk

Einen Monat nach Inkrafttreten einer Waffenruhe sind bei erneuten Gefechten in der Ostukraine mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Beim Kampf um den strategisch wichtigen Flughafen von Donezk habe die Armee zwölf Aufständische erschossen, teilte der Sicherheitsrat in Kiew mit. Es seien auch zwei Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Die Stadtverwaltung von Donezk sprach zudem von zwei getöteten Zivilisten während des Wochenendes. Die Konfliktparteien hatten sich vor einem Monat, am 5. September, auf eine unbefristete Feuerpause geeinigt. Die von Kanzlerin Angela Merkel zugesagte Winterhilfe für notleidende Ukrainer und Bürgerkriegsflüchtlinge ist derweil auf dem Weg in die Krisenregion.