Konflikt

USA erwägt neues Angebot an Iran bei den Atomgesprächen

Die USA erwägen, dem Iran bei den Atomgesprächen entgegenzukommen.

Demnach könnte dem Land angeboten werden, bis zu 4500 und damit die Hälfte seiner Zentrifugen weiterzubetreiben. Allerdings solle der Vorrat an Uran in den Anlagen, aus dem Material für Atomwaffen gewonnen werden kann, gekürzt werden. Bislang hatten die USA gefordert, dass dem Iran nicht mehr als 1500 Zentrifugen zur Anreicherung von Uran verbleiben sollen. Der Iran beharrte dagegen darauf, die 9400 derzeit laufenden Anlagen weiterbetreiben zu können, da die Technologie nur für friedliche Zwecke genutzt werde. Dem neuen Vorschlag zufolge würde der internationalen Gemeinschaft genügend Zeit zur Reaktion gelassen, falls der Iran doch versuchen sollte, atomwaffenfähiges Material herzustellen.

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier mahnte am Rande der UN-Vollversammlung in New York, die Chancen für eine Einigung jetzt auch zu nutzen. „Es liegen viele Angebote und Vorschläge auf dem Tisch“, sagte Steinmeier nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani. „Es ist jetzt die Zeit, den Konflikt endlich zu beenden.“ Zugleich dämpfte er aber Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch.