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Politik II

Ukraine: Merkel fordert völligen Rückzug russischer Soldaten ++ Italien: Bischof von Salerno unter Polizeischutz ++ Afghanistan: Taliban lehnen neue Einheitsregierung ab ++ Iran: Teheran will Beziehungen zu Saudi-Arabien verbessern

Merkel fordert völligen Rückzug russischer Soldaten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den vollständigen Abzug russischer Soldaten aus der Ostukraine gefordert. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko unterstrich die Kanzlerin ihre Auffassung, „dass für eine effektive Umsetzung der Waffenruhe und den Start eines politischen Prozesses auch der vollständige Rückzug russischer Soldaten aus den umkämpften Gebieten dringend erforderlich sei“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Bischof von Salerno unter Polizeischutz

Der Erzbischof der süditalienischen Stadt Salerno ist vorübergehend unter Polizeischutz gestellt worden. Während der Prozession mit einer Statue des heiligen Matthäus sei der Bischof von den Trägern der Statue ausgepfiffen und beschimpft worden. Hintergrund war die Anordnung Morettis, dass die Prozession nicht wie üblich vor den Häusern von Mafia-Bossen anhalten und es keine Ehrenbezeugungen durch ein Neigen der Statue geben dürfe.

Taliban lehnen neue Einheitsregierung ab

Die radikalislamischen Taliban lehnen die neue Einheitsregierung in Afghanistan ab, die sie als Marionette der USA bezeichnen. Die Afghanen würden nie die Einsetzung von Aschraf Ghani als Präsident und die Bildung dieser Schein-Regierung akzeptieren, erklärte ein Taliban-Sprecher am Montag in einer E-Mail: „Die Amerikaner müssen verstehen, dass unser Boden und unser Land uns gehört und alle Entscheidungen und Abkommen von Afghanen getroffen werden müssen.“

Teheran will Beziehungen zu Saudi-Arabien verbessern

Die Golf-Staaten Iran und Saudi-Arabien wollen ihre frostigen Beziehungen neu beleben. Nach dem ersten Treffen der Außenminister beider Länder seit der Wahl des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Jahr 2013 sprach der Iraner Mohammed Dschawad Sarif von einem neuen Aufbruch. „Mein saudiarabischer Kollege und ich glauben, dass dieses Treffen die erste Seite eines neuen Kapitels in den Beziehungen unserer Länder wird“, zitierte die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna den Minister.