Demografie

Bundespräsident fordert mehr Zuwanderung in Deutschland

Deutschland muss nach Überzeugung von Bundespräsidenten Joachim Gauck der Zuwanderung mehr Aufmerksamkeit widmen, um den Bevölkerungsrückgang zu bremsen.

„Klar kommen mit der Zuwanderung auch Probleme auf uns zu, vor allem aber Vorteile“, sagte Gauck am Donnerstag in Bad Doberan beim Treffen mit den Staatschefs von Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Luxemburg und Belgien. Das Thema Demografie stand im Mittelpunkt des 11. Treffens der deutschsprachigen Staatsoberhäupter, für das Gauck Gastgeber war.

Deutschland tue sich immer noch schwer, sich als Einwanderungsland zu begreifen. Doch werde die Debatte darüber inzwischen weniger aggressiv geführt als noch vor 20 Jahren. Bei der Zuwanderung könne Deutschland zudem von den Erfahrungen etwa der Schweiz profitieren. „Ich habe dem Thema Integration von Anfang an große Aufmerksamkeit zugewendet. Und solange ich Bundespräsident bin, werde ich dafür werben“, betonte Gauck. Er sprach sich auch dafür aus, die Bedingungen für junge Familien weiter zu verbessern. Länder wie Belgien zeigten, dass eine gut entwickelte Kinderbetreuung in Kitas und Ganztagsschulen zu einer höheren Geburtenrate beitragen würden. „Wir können Frauen nicht zum Kinderkriegen verurteilen.“