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Umfrage: Mehrheit der Deutschen ist für Sterbehilfe durch Ärzte ++ Bundeswehr: Streit um Auslandseinsätze ohne Bundestagsmandat

Mehrheit der Deutschen ist für Sterbehilfe durch Ärzte

Die Mehrheit der Deutschen ist offenbar dafür, dass Mediziner sterbewillige Schwerstkranke auf deren Wunsch hin töten dürfen. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage für die Phoenix-Sendung „Tacheles“ betrachteten 58 Prozent der Befragten aktive Sterbehilfe durch einen Arzt als Gnadenakt. Danach liegt die Zustimmung in den östlichen Bundesländern sogar bei 71 Prozent gegenüber 55 Prozent im Westen. Dass Ärzte ein tödliches Medikament bereitstellen, mit dem sich aussichtslos Erkrankte ihren Todeswunsch selbst erfüllen, hielten mit 57 Prozent fast gleich viele Befragte für richtig. Eine strikte Ablehnung der Sterbehilfe wird nur von 17 Prozent unterstützt.

Streit um Auslandseinsätze ohne Bundestagsmandat

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hält den Verzicht auf ein Bundestagsmandat bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr für denkbar. Bei bündnisgeführten Operationen könne er sich den Einsatz deutscher Soldaten in ständigen multinational besetzten Stäben und Hauptquartieren der Nato auch ohne das Mandat vorstellen, sagte Lammert in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. „Ich kündige Ihnen hiermit nicht eine Gesetzesänderung an.“ Gleichwohl könne er sich durchaus eine Modifizierung des Parlamentsbeteiligungsgesetzes vorstellen. Bislang muss jeder Auslandseinsatz der Bundeswehr vom Bundestag gebilligt werden.