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Politik II

Naher Osten: Palästinenser dürfen Baumaterial importieren ++ Nordkorea: US-Bürger wollte Kim Jong-un treffen ++ Afghanistan: Journalistin mit Verbindung zur Bundeswehr ermordet

Palästinenser dürfen Baumaterial importieren

Drei Wochen nach Ende des Gaza-Kriegs haben sich Israelis und Palästinenser laut Vereinten Nationen auf den Import von Baustoffen in das Küstengebiet geeinigt. Damit solle der Wiederaufbau des weithin abgeriegelten Gazastreifens möglichst rasch beginnen, sagte UN-Nahostvermittler Robert Serry in New York. Die palästinensische Autonomiebehörde solle die Arbeiten leiten, allerdings unter Aufsicht von UN-Beobachtern. Israel erlaubt zwar den Import von Konsumgütern, ist bei Baumaterial aber sehr strikt, damit die radikalislamische Hamas keine Bunker oder Tunnel baut.

US-Bürger wollte Kim Jong-un treffen

Südkoreanische Soldaten haben einen US-Bürger aufgegriffen, der offenbar über die schwer bewachte Flussgrenze nach Nordkorea schwimmen wollte. Der junge Mann sei am späten Dienstagabend am Ufer des Flusses Han im Norden des Landes während einer Grenzpatrouille entdeckt worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Mittwoch mit. Der etwa 30-jährige Amerikaner habe bei der Befragung durch den Geheimdienst gesagt, er habe Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treffen wollen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Journalistin mit Verbindung zur Bundeswehr ermordet

Nach Todesdrohungen ist eine frühere Mitarbeiterin eines von der Bundeswehr gegründeten Medienzentrums in Nordafghanistan ermordet worden. Der Sprecher der Provinzregierung, Munir Ahmad Farhad, sagte am Mittwoch, ein unbekannter Attentäter habe am Vortag auf die Journalistin Palwascha Tokhi in ihrem Haus in der Provinzhauptstadt Masar-i-Sharif eingestochen. Die 27-jährige Journalistin habe bis 2013 sechs Jahre lang für das von der Bundeswehr gegründete und unterstützte Bajan-Medienzentrum gearbeitet, sagte Bajan-Direktor Hafis Madschidi.