Gedenken

Gaskammern im Vernichtungslager Sobibor freigelegt

Im deutschen nationalsozialistischen Vernichtungslager Sobibor in Polen haben Archäologen Gaskammern freigelegt.

Wie die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mitteilte, wurde zudem der Brunnen im Lager I gefunden, in dem es 1943 zu einem Aufstand mit anschließender Massenflucht kam. Die Gedenkstätte bezeichnete die Funde als bedeutend für die Holocaust-Forschung. Nach Angaben der Gedenkstätte hatte ein internationales Expertenteam seit 2007 in Sobibor gegraben und Tausende persönliche Gegenstände der Internierten gefunden. Das Lager nahe des gleichnamigen Dorfs wurde Anfang 1942 errichtet und wurde von den Deutschen neben den Lagern Belzec und Treblinka als Vernichtungslager im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ benutzt. Nach Schätzungen wurden zwischen April 1942 und Oktober 1943 über 250.000Juden in Sobibor ermordet. Das Lager wurde nach dem Aufstand vom 14. Oktober von den Nationalsozialisten so weit zurückgebaut, dass keine Anzeichen des Vernichtungslagers sichtbar blieben.