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Gefängnis: Ex-Ministerpräsident Olmert muss vorerst nicht in Haft ++ Spionage: Snowden warnt Neuseeland vor US-Überwachung ++ Überwachung: Südkorea entdeckt nordkoreanische Drohne ++ Gericht: 93-Jähriger wegen NS-Verbrechen angeklagt

Ex-Ministerpräsident Olmert muss vorerst nicht in Haft

Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert muss seine Haftstrafe nach einer Verurteilung wegen Korruption vorerst nicht antreten. Das Oberste Gericht des Landes verschob den Beginn der Strafe bis zu einer Entscheidung über Olmerts Einspruch. Der 68-Jährige war im Mai zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er an Bestechung bei einem umstrittenen Bauprojekt in Jerusalem beteiligt gewesen sein soll. Über den Einspruch soll binnen drei Monaten entschieden werden.

Snowden warnt Neuseeland vor US-Überwachung

Der ehemalige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat die Neuseeländer vor der Überwachung durch die USA gewarnt. „Wenn Sie in Neuseeland leben, werden sie beobachtet“, schrieb Snowden am Montag in einem Artikel auf der Webseite „The Intercept“. Der neuseeländische Premierminister John Key habe die Bevölkerung in die Irre geführt. Snowden sagte, bei der NSA habe er regelmäßig abgefangene Kommunikation von Neuseeländern gesehen.

Südkorea entdeckt nordkoreanische Drohne

Ein Fischer in Südkorea hat nach Militärangaben in der Nähe der umstrittenen Seegrenze zu Nordkorea das Wrack einer Drohne aus dem Wasser gezogen. Die Streitkräfte gingen davon aus, dass es sich um ein abgestürztes unbemanntes Luftfahrzeug handelt, das vermutlich aus Nordkorea stammt. Später hieß es, die Analyse der Datenspeicher habe eindeutig ergeben, dass sie in Nordkorea zu Spionagezwecken gestartet worden seien. Nordkorea hatte dies bestritten.

93-Jähriger wegen NS-Verbrechen angeklagt

Ein 93 Jahre alter Mann ist als ehemaliger Freiwilliger der Waffen-SS wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft ihm vor, 1944 im Vernichtungslager Auschwitz Gepäck von Häftlingen weggeschafft zu haben. Dem 93-Jährigen sei bewusst gewesen, dass die als nicht arbeitsfähig eingestuften überwiegend jüdischen Häftlinge in den Gaskammern ermordet wurden. Durch seine Arbeit habe er das Morden unterstützt.