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Yahoo veröffentlicht US-Forderungen nach Nutzerdaten

Yahoo hat mit der Veröffentlichung von 1500 bislang geheimen Dokumenten begonnen, die den Druck der US-Behörden auf Internetkonzerne beim Abgreifen von Nutzerdaten belegen.

Am Donnerstag gab das Unternehmen Unterlagen heraus, denen zufolge die Regierung bereits 2008 ein Bußgeld von 250.000 Dollar pro Tag androhte, sollte der amerikanische Onlinepionier nicht die geforderten Kundeninformationen zugänglich machen. Die Summe sollte sich in jeder Woche verdoppeln. Bürgerrechtsgruppen begrüßten die Veröffentlichung. Bislang beruhten die entsprechenden Vorwürfe gegen die US-Behörden eher auf Hörensagen, sagte Marc Rotenberg vom Electronic Privacy Information Center.

Ein Großteil der Unterlagen sei bis heute allerdings weiter unter Verschluss und auch den Anwälten von Yahoo nicht bekannt, erklärte der Konzern-Justiziar Ron Bell im Firmenblog. Die Unterlagen weisen nach, wie Yahoo am Ende den Streit mit der Regierung um den Zugang zu Nutzerdaten verlor. Mark Rumold von der Electronic Frontier Foundation erklärte zu den Dokumenten, damit würden einige offene Fragen in dem Fall geklärt, andere blieben aber weiter offen. Unter dem Strich bleibe, dass die zuständigen Gerichte die Gesetze und die Verfassung in bedeutender und wesentlicher Weise auslegten, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon erfahre.

Auch andere amerikanische Internetkonzerne wie Facebook, Microsoft und Google haben damit begonnen, Einzelheiten über die Anträge der US-Regierung für die Herausgabe von Kundendaten zu veröffentlichen. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte im vergangenen Jahr damit begonnen, den Umfang der amerikanischen Ausspähprogramme zu enthüllen.