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Politik II

Pakistan: Zehn Verantwortliche für Malala-Attentat gefasst ++ Großbritannien: 52 Prozent der Schotten für Verbleib im Königreich ++ Nordirland: Ex-Regierungschef Ian Paisley gestorben

Zehn Verantwortliche für Malala-Attentat gefasst

Rund zwei Jahre nach dem Anschlag auf die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai in Pakistan sind die mutmaßlichen Täter gefasst. Wie ein pakistanischer Militärsprecher am Freitag in Islamabad mitteilte, wurden zehn Anhänger der radikalislamischen Taliban festgenommen. Sie sollen vor ein Anti-Terror-Gericht gestellt werden. Die 17-jährige Malala Yousafzai setzt sich seit Jahren für das Recht aller Kinder auf einen Schulbesuch ein. Den Mordanschlag im Oktober 2012 überlebte sie nur knapp. Extremisten hatten Malala in einem Schulbus in den Kopf geschossen, weil sie die Internet-Aktivitäten und die öffentlichen Reden des Mädchens für inakzeptabel hielten.

52 Prozent der Schotten für Verbleib im Königreich

Eine Woche vor der Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands haben die Gegner einer Loslösung wieder leichtes Oberwasser. In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov sprachen sich nun 52 Prozent der Befragten für den Verbleib im Vereinigten Königreich aus, 48 Prozent waren dagegen. Eine am vergangenen Wochenende veröffentlichte YouGov-Umfrage hatte erstmals die Befürworter der Unabhängigkeit in Front gesehen, wenn auch nur knapp mit 51 zu 49 Prozent. Das hatte zu erheblichen Anstrengungen der britischen Regierung geführt, für einen Verbleib Schottlands im Königreich zu werben.

Ex-Regierungschef Ian Paisley gestorben

Ian Paisley, protestantischer Scharfmacher im Nordirland-Konflikt, ist tot. Der Geistliche und probritische Politiker starb am Freitag im Alter von 88 Jahren. Paisley war seit längerer Zeit schwer krank und lebte zurückgezogen. Der Anführer der radikal-konservativen Partei DUP galt als eine der Schlüsselfigurgen im Nordirland-Konflikt. Paisley hat aber im Friedensprozess mitgewirkt und als erster Ministerpräsident Nordirlands eine Regierung mit dem pro-irischen Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness gebildet.