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Politik II

Frankreich: Sarkozy will Comeback vor 30. September verkünden ++ Ägypten: Marode Infrastruktur für Stromausfall verantwortlich ++ Russland: Slowakei und Tschechien stellen sich gegen Sanktionen ++ Türkei: Parlament spricht Davutoglu das Vertrauen aus

Sarkozy will Comeback vor 30. September verkünden

Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wird nach Angaben eines Beraters vor dem 30. September bekannt geben, ob er in die aktive Politik zurückkehrt. Sarkozy gebe sich „noch ein bisschen Zeit, um seine Entscheidung reifen zu lassen“, sagte einer seiner engsten Berater und Freunde, Franck Louvrier, der Regionalzeitung „Presse-Océan“ vom Sonnabend. In Sarkozys Umfeld heißt es seit einiger Zeit, der 59-Jährige wolle im November für den Vorsitz der konservativen Oppositionspartei UMP kandidieren.

Marode Infrastruktur für Stromausfall verantwortlich

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat für den jüngsten Stromausfall in seinem Land das marode Versorgungsnetz verantwortlich gemacht und die Bürger um Geduld gebeten. In die geschwächte Infrastruktur müssten Milliarden von Dollar fließen, um sie wieder in Ordnung zu bringen, sagte al-Sisi am Sonnabend. Er sei bereits mit Investoren im Gespräch, um die Stromkrise in Angriff zu nehmen. Durch den Stromausfall am Donnerstag waren Städte stundenlang ohne Elektrizität.

Slowakei und Tschechien stellen sich gegen Sanktionen

Die EU-Länder Slowakei und Tschechien halten an ihrem Widerstand gegen Teile der Russland-Sanktionen fest. Beide Staaten wollen sich weiterhin gemeinsam gegen solche Strafmaßnahmen wenden, die ihre eigenen nationalen Interessen betreffen, teilte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico am Sonnabend in Bratislava mit. Die Ablehnung von „nutzlosen und kontraproduktiven“ Sanktionen gegen Russland bedeute aber keinen Mangel an Solidarität mit der Ukraine, betonte Fico.

Parlament spricht Davutoglu das Vertrauen aus

Das türkische Parlament hat der neuen Regierung von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu das Vertrauen ausgesprochen. Der Nachfolger von Recep Tayyip Erdogan wurde von 306 Abgeordneten bestätigt, während 133 Parlamentsmitglieder gegen ihn stimmten, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu am Sonnabend. Die Neubildung der Regierung war vergangenen Monat notwendig geworden, nachdem Erdogan die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte und den Posten des Ministerpräsidenten abgab.