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Politik II

Somalia: Anführer von Shebab-Miliz bei US-Luftangriff getötet ++ Frankreich: Präsident François Hollande im Rekord-Umfragetief ++ Nahost: Hamas-Führung nicht an Teenager-Morden beteiligt

Anführer von Shebab-Miliz bei US-Luftangriff getötet

Der Anführer der islamistischen Shebab-Miliz in Somalia ist bei einem US-Luftangriff getötet worden. Ahmed Abdi Godane sei bei dem am Montag in dem ostafrikanischen Land geflogenen Angriff ums Leben gekommen, bestätigte das US-Verteidigungsministerium am Freitag. Der Tod Godanes ist ein schwerer Schlag für die Al-Shabaab. Unter seiner Führung schmiedeten die Extremisten ihre Allianz mit al-Qaida und verübten Anschläge – wie das auf das Einkaufszentrum Westgate Mall in Kenias Hauptstadt Nairobi, bei dem im vergangenen September 67 Menschen starben.

Präsident François Hollande im Rekord-Umfragetief

Der französische Staatspräsident François Hollande muss weiter mit schlechten Nachrichten leben. Nach einer jüngsten Umfrage sank seine Popularität auf 13Prozent – so wenig Vertrauen in einen Staatschef gab es noch nie. Dann musste nur neun Tage nach der Bildung der zweiten Regierung von Premierminister Manuel Valls bereits ein Staatssekretär seinen Stuhl räumen. Auch das sei ein Rekord. Der für Außenhandel zuständige Thomas Thévenoud war unter den Verdacht der Steuerhinterziehung geraten und musste am Donnerstagabend abtreten.

Hamas-Führung nicht an Teenager-Morden beteiligt

Im Fall der drei im Westjordanland im Juni ermordeten israelischen Jugendlichen gibt es offenbar keinen Hinweis auf eine Verstrickung der Hamas-Führung. Die „New York Times“ veröffentlichte Dokumente zur Anklage des Drahtziehers Hussam Kawasme, die vor einem israelischen Militärgericht erhoben worden war. Demnach gebe es keinen Beweis, dass die Führungsriege der radikalislamischen Hamas die Entführung befohlen oder vorab von ihr gewusst hätte. Die Tat sei zwar mit Geld aus Gaza finanziert, aber von einer lokalen Zelle der Hamas geplant und ausgeführt worden.