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Politik II

Türkei: Ankara bestellt US-Diplomaten ein ++ Lesotho: Konfuse Lage nach Putschversuch in Lesotho ++ Niger: Präsident bekommt neuen Flieger für 30 Millionen Euro

Ankara bestellt US-Diplomaten ein

Nach einem Medienbericht über amerikanische und britische Spionageaktivitäten in der Türkei hat das türkische Außenministerium den ranghöchsten US-Diplomaten in dem Land einbestellt. Der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc teilte mit, der diplomatische Geschäftsträger der USA und türkische Beamte hätten am Montag über den Bericht gesprochen. Verschiedene Medien hatten berichtet, Dokumente des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden zeigten, dass die Türkei für amerikanische und britische Geheimdienste ein wichtiges Ziel sei. Türkischen Medien zufolge spielte der neue Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Bedeutung der Berichte herunter.

Konfuse Lage nach Putschversuch in Lesotho

Nach einem Putschversuch in Lesotho ist unklar, wer in dem südafrikanischen Königreich das Sagen hat. Der als neuer Armeechef geltende Generalleutnant Maaparankoe Mahao teilte am Montag mit, er habe den Soldaten befohlen, in die Kasernen zurückzukehren. Das Militär unterstütze den ins benachbarte Südafrika geflohenen Ministerpräsidenten Thomas Thabane, ergänzte er nach einem Bericht des südafrikanischen Nachrichtensenders eNCA. Ein Militärsprecher erklärte hingegen, Mahao sei gar nicht der neue Armeechef. Oberbefehlshaber bleibe Generalleutnant Kennedy Tlali Kamoli. Damit widersprach er früheren Berichten, der Regierungschef habe Kamoli im Streit abgesetzt.

Präsident bekommt neuen Flieger für 30 Millionen Euro

Der Niger, eines der ärmsten Länder der Welt, leistet sich ein neues Präsidentenflugzeug für rund 30 Millionen Euro. Der Kauf der Boeing 737-700 werde zum „Strahlen unserer berühmten Republik“ beitragen, erklärte Verteidigungsminister Karidjo Mahamadou am Montag im nigrischen Fernsehen. Die bisher von Präsident Mahamadou Issoufou genutzte Boeing, die in den 70er-Jahren erworben wurde, solle ebenfalls weiter genutzt werden. Ein Luftfahrtexperte sagte, derzeit gleiche die alte Präsidentenmaschine einem „fliegenden Sarg“, der nicht mehr den internationalen Standards entspreche. Scharfe Kritik kam von der Opposition. Der Niger steht auf der UN-Liste der entwickelten Staaten an 187. und letzter Stelle.