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Politik II

Baltikum: Bundeswehr startet Einsatz zu Luftraumüberwachung ++ Libyen: Islamisten attackieren Wohngebiete in Tripolis ++ Polen: Für Mehrheit ist Weltkrieg „lebendige Geschichte“ ++ Afrika: Mehr Nachsicht für die Präsidenten

Bundeswehr startet Einsatz zu Luftraumüberwachung

Erstmals seit dem Beginn der Krise in der Ukraine beteiligt sich die Bundeswehr an der Überwachung des Luftraums über den baltischen Nato-Mitgliedstaaten. Am Montag wurden hierfür etwa 160 Soldaten zum Nato-Flugplatz Ämari in Estland entsandt, wie die Bundeswehr mitteilte. Vier Flugzeuge vom Typ Eurofighter sollen demnach bis zum Ende der Woche verlegt werden, zwei weitere in Deutschland in Bereitschaft sein.

Islamisten attackieren Wohngebiete in Tripolis

In der libyschen Hauptstadt Tripolis haben Islamisten mit Angriffen auf Wohngebäude begonnen. Sie würden Häuser anzünden und deren Bewohner vertreiben, berichtete die Nachrichtenseite „al-Wasat“ unter Berufung auf Augenzeugen. Demnach sind die Angreifer Milizen des islamistischen Bündnisses Fadschr Libia (Libyens Morgendämmerung). Erst am Wochenende hatten dessen Kämpfer nach tagelangen Kämpfen den Flughafen von Tripolis eingenommen.

Für Mehrheit ist Weltkrieg „lebendige Geschichte“

Auch 75 Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 ist der Zweite Weltkrieg für die Mehrheit der Polen ein „lebendiger Teil der Geschichte“. In einer Studie des Umfrageinstituts CBOS sagten 71 Prozent der Befragten, man müsse an den Krieg und seine Folgen erinnern. Für 26 Prozent dagegen ist der Weltkrieg ein abgeschlossenes Kapitel, über dass sie nicht weiter nachdenken. Diese Ansicht ist besonders stark in der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren verbreitet.

Mehr Nachsicht für die Präsidenten

Die Afrikanische Union (AU) will einen eigenen Strafgerichtshof für schwere Menschenrechtsverbrechen schaffen, steht dafür aber in der Kritik. 141 Menschenrechtsorganisationen haben am Montag ihre Ablehnung des Vorhabens ausgedrückt, weil das neue Gericht hochrangige Politiker vor Strafverfolgung schützen soll. Die Initiative der Afrikanischen Union wird als Kritik am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gewertet, der bisher ausschließlich Afrikaner anklagte.