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Politik II

Türkei: BND hört Nato-Partner seit mehr als 30 Jahren ab ++ Afghanistan: Neuer Präsident wird am 2.September vereidigt ++ Niger: Minister wegen Babyschmuggels verhaftet ++ Iran: Israelische Drohne nahe Atomanlage abgeschossen

BND hört Nato-Partner seit mehr als 30 Jahren ab

Der Bundesnachrichtendienst hört den Nato-Partner Türkei dem „Focus“ zufolge seit dem Jahr 1976 ab. Bundeskanzler Helmut Schmidt habe damals die Genehmigung dafür erteilt, berichtete das Magazin vorab. Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel lehnte eine Stellungnahme ab. Die Türkei hatte sich zuletzt über die Spionagetätigkeit des BND beschwert. In Deutschland sind die Abhörmaßnahmen allerdings quer durch die Parteien auf Zustimmung gestoßen.

Neuer Präsident wird am 2.September vereidigt

Trotz des weiterhin unklaren Ausgangs der Präsidentenwahl in Afghanistan will der scheidende Amtsinhaber Hamid Karsai den Posten am 2. September an seinen Nachfolger übergeben. „Die Frist zu verlängern ist nicht möglich“, sagte Karsai nach einer Mitteilung seines Büro dem UN-Sondergesandten Jan Kubis. Nach Betrugsvorwürfen hatten sich die Präsidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani im Juli auf eine Neuauszählung aller 8,1 Millionen Stimmen der Stichwahl geeinigt.

Minister wegen Babyschmuggels verhaftet

In Niger soll Landwirtschaftsminister Abdou Labo in einen Baby-Schmuggel-Skandal verwickelt sein. Der Minister sei deswegen verhaftet worden und sitze in einem Gefängnis 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Niamey, sagte sein Verwandter Issa Ali am Sonntag. Labos Frau war bereits zusammen mit 16 weiteren Personen wegen des Falls verhaftet worden. Die Vorwürfe drehen sich um den Schmuggel von Säuglingen aus dem Nachbarland Nigeria.

Israelische Drohne nahe Atomanlage abgeschossen

Der Iran hat nach eigenen Angaben eine israelische Drohne abgeschossen, die in den iranischen Luftraum eingedrungen sei. Nach Angaben der Revolutionsgarden wurde das unbemannte Fluggerät von iranischen Raketen getroffen, kurz bevor es die Atomanlage Natans habe erreichen können. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte auf Anfrage, Israel äußere sich nicht zu ausländischen Medienberichten. Israel fühlt sich wie kein anderes Land durch das iranische Atomprogramm bedroht.