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Politik II

Zweiter Weltkrieg: Joachim Gauck reist am 1. September nach Danzig ++ Türkei: Erdogan-Nachfolger wird nächste Woche bestimmt ++ Afghanistan: Polizei tötet Dutzende Taliban ++ Italien: Bereits 100.000 Flüchtlinge in diesem Jahr

Joachim Gauck reist am 1. September nach Danzig

Bundespräsident Joachim Gauck reist am 1. September nach Danzig. Wie das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin mitteilte, will Gauck dort auf der Westerplatte gemeinsam mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski des Beginns des Zweiten Weltkrieges vor 75Jahren gedenken. Die Beschießung polnischer Militäreinrichtungen auf der Danzig vorgelagerten Westerplatte durch das deutsche Schiff „Schleswig-Holstein“ am 1. September 1939 gilt als erste Kampfhandlung deutscher Soldaten gegen Polen. Sie wird damit als Beginn des Zweiten Weltkrieges angesehen.

Erdogan-Nachfolger wird nächste Woche bestimmt

Die in der Türkei regierende AKP wird nach den Worten ihres bisherigen Vorsitzenden, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, in der nächsten Woche einen neuen Parteichef bestimmen. Der Vorstand werde am Donnerstag zusammenkommen und dabei unter anderem die Frage des neuen Ministerpräsidenten diskutieren, sagte Erdogan nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Der neue Parteichef wird voraussichtlich das Amt des Ministerpräsidenten von Erdogan übernehmen, der am Sonntag die Präsidentenwahl gewonnen hatte. Erdogan soll am 28. August als neues Staatsoberhaupt vereidigt werden.

Polizei tötet Dutzende Taliban

Heftige Kämpfe: Die Polizei in Afghanistan hat nach eigenen Angaben mindestens 40 Taliban-Kämpfer getötet. 50 weitere Taliban und zwei Polizisten wurden bei den Gefechten im Norden des Landes verletzt, sagte der Polizeichef der Provinz Kundus am Freitag. In den Tagen zuvor hatten Hunderte Aufständische Polizeiposten um die gleichnamige Provinzhauptstadt angegriffen. Die Polizei versuchte seit Donnerstag, diese zurückzuerobern. Unter den getöteten Taliban seien Kämpfer aus Usbekistan, Pakistan und Tschetschenien, fügte Polizeichef Ghulam Mustafa Mohseni hinzu.

Bereits 100.000 Flüchtlinge in diesem Jahr

Knapp 1300 Flüchtlinge aus Nordafrika haben am Freitag über das Mittelmeer die Küsten Italiens erreicht. Die italienische Marine brachte mehr als 1000 Migranten verschiedener Nationalitäten nach Neapel. Von dort aus sollen sie nach ihrer Identifizierung und medizinischen Kontrollen auf mehrere Aufnahmelager verteilt werden. In der Nacht war in Pozzallo auf Sizilien ein Boot mit 279 Menschen an Bord angekommen, darunter 66 Frauen und 31 Minderjährige. Dieses Flüchtlingsboot war von der Marine zunächst nicht bemerkt worden. Damit haben in diesem Jahr bereits rund 100.000 Migranten Italien erreicht. Im gesamten Jahr 2013waren es nur knapp 43.000 gewesen.