CSU

Ex-Geschäftspartner widerspricht Haderthauer

Neue Ungereimtheiten in der Modellauto-Affäre um die Chefin der bayerischen Staatskanzlei, Christine Haderthauer (CSU).

Der frühere Geschäftspartner der Haderthauers widerspricht dem Ehepaar. Der französische Geschäftsmann Roger Ponton sagte der „Süddeutschen Zeitung“, es sei nicht wahr, dass die Geschäfte der Sapor Modelltechnik im Wesentlichen von ihrem Mann, dem Ingolstädter Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer, geführt worden seien.

Sapor Modelltechnik vertreibt von psychisch kranken Straftätern hergestellte Modellautos. Christine Haderthauer war, so steht es im Gewerberegistereintrag, von Juli 1990 bis 2003 als eine der „geschäftsführenden Gesellschafter“ beteiligt, ihr Mann von 2004 bis Oktober 2008. Die Modellauto-Affäre hat Christine Haderthauer in die schwerste Krise ihrer politischen Karriere gestürzt. Es ist gut möglich, dass sie diese Affäre politisch nicht überlebt und zurücktreten muss.

Das hängt auch von ihrem Chef ab, dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), und auch davon, ob noch neue Erkenntnisse zum Fall Haderthauer aufgedeckt werden. Die CSU-Politikerin sieht sich mit zweierlei Vorwürfen konfrontiert: Den Landtag belogen und einen früheren Geschäftspartner betrogen zu haben. Den ersten Vorwurf erhebt die Opposition im bayerischen Landtag, den zweiten untersucht die Staatsanwaltschaft München II.