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Politik II

Ägypten: Menschenrechtsaktivisten wird Einreise verweigert ++ Afghanistan: Taliban töten zehn Menschen in der Provinz Kundus ++ Europäische Union: Mehr junge Menschen in den Mitgliedstaaten ohne Arbeit ++ Zentralafrikanische Republik: Neuer Ministerpräsident soll für Frieden sorgen

Menschenrechtsaktivisten wird Einreise verweigert

Ägypten hat zwei Menschenrechtsaktivisten die Einreise in das Land verweigert. Wie die Organisation Human Rights Watch mitteilte, wollten der Geschäftsführer Kenneth Roth und eine weitere Mitarbeiterin am Dienstag in Kairo einen Bericht vorstellen, der den Tod Hunderter islamistischer Demonstranten nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär untersucht. Dabei geht es den Angaben nach um die blutige Zerschlagung eines Protestlagers der Muslimbruderschaft im August 2013.

Taliban töten zehn Menschen in der Provinz Kundus

Taliban-Kämpfer haben im Norden Afghanistans zehn Menschen getötet. Die Opfer in der Provinz Kundus hätten sich geweigert, eine „Kriegssteuer“ zu bezahlen, teilte die Polizei am Montag mit. Bereits am späten Sonntagabend waren fünf Polizisten im Osten des Landes bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. „Ein Polizeifahrzeug hat einen am Straßenrand versteckten Sprengsatz ausgelöst, dabei wurde auch ein Soldat verletzt“, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Ghazni.

Mehr junge Menschen in den Mitgliedstaaten ohne Arbeit

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren in der EU steigt weiter. Darauf hat die EU-Kommission in Brüssel zum Internationalen Tag der Jugend hingewiesen, der an diesem Dienstag begangen wird. Nach den Angaben vom Montag waren im vergangenen Jahr 18,7 Prozent der Jugendlichen in den EU-Mitgliedstaaten arbeitslos. 2012 waren es dem europäischen Statistikamt Eurostat zufolge noch 18,2 Prozent. 2005 hatten 14,8 Prozent der Jugendlichen keine Arbeit.

Neuer Ministerpräsident soll für Frieden sorgen

Die Zentralafrikanische Republik hat seit Sonntag einen neuen Ministerpräsidenten. Der 53-jährige Muslim Mahamat Kamoun ersetzt den Christen André Nzapayéké, der vorige Woche zurückgetreten war. Kamoun war zuletzt Staatsminister und einer der Berater von Präsidentin Catherine Samba-Panza. Zuvor arbeite er lange in der Finanzverwaltung. Die Ernennung Kamouns durch Samba-Panza gehört zu den Versuchen, das von konfessionellen Spannungen zerrissene Land zu befrieden.