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Politik II

Internet: Justizminister Maas geht gegen Datenklau vor ++ Afghanistan: Abdullah und Ghani einigen sich auf Einheitsregierung ++ Hitlers Zylinder: Weltkriegs-Veteran in New York gestorben

Justizminister Maas geht gegen Datenklau vor

Die Bundesregierung will, als Reaktion auf die jüngsten Datenklau-Affären, den Diebstahl von Daten und Identitäten aus dem Internet noch schärfer strafrechtlich sanktionieren. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sagte der „Neuen Presse“: „Wenn Hacker mit krimineller Energie Daten abgreifen, müssen wir dagegen mit der ganzen Härte des Strafrechts vorgehen.“ Auch der Handel mit rechtswidrig erlangten Daten, insbesondere auf einschlägigen Plattformen im Internet, stelle ein sehr ernst zu nehmendes Problem dar, sagte der Justizminister. Den Nutzern riet Maas, regelmäßig ihre Passwörter zu ändern. Aber vor allem seien auch die Anbieter in der Pflicht, die Daten ihrer Kunden bestmöglich zu schützen.

Abdullah und Ghani einigen sich auf Einheitsregierung

In der Wahlkrise in Afghanistan haben die Kontrahenten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani schriftlich die Bildung einer Einheitsregierung vereinbart. Das verkündeten die beiden Kandidaten für das Präsidentenamt am Freitag in Kabul. Zuvor war US-Außenminister John Kerry erneut nach Kabul gereist, um in der seit Wochen schwelenden Krise zu vermitteln. Unter Vermittlung Kerrys hatten sich Abdullah und Ghani bereits vor rund einem Monat darauf geeinigt, alle 8,1Millionen Stimmen der Stichwahl vom 14.Juni erneut auszuzählen. Seitdem gab es allerdings Streit über die Kriterien, nach denen mutmaßlich gefälschte Stimmen aussortiert werden. Nach dem Durchbruch am zweiten Tag der Verhandlungen zeigte sich Kerry erleichtert.

Weltkriegs-Veteran in New York gestorben

Der durch den Fund des Zylinderhutes von Adolf Hitler bekannt gewordene Weltkriegsveteran Richard Marowitz ist tot. Er starb im Veteranenkrankenhaus von Albany im US-Staat New York. Ein Bericht, wonach Marowitz an Krebs und Demenz litt, wurde von seinem Sohn Larry bestätigt. Bekanntheit erlangte der jüdische Marowitz durch einen 2003 veröffentlichten Dokumentarfilm. Der Mann hatte als 19-Jähriger gegen Ende des Zweiten Weltkriegs am 30. April 1945 den Zylinder mit den Initialen „A.H.“ in Hitlers Schlafzimmer in München gefunden und darauf herumgetreten. Am selben Tag nahm sich Hitler in einem Bunker in Berlin das Leben. Richard Marowitz behielt den Hut und brachte ihn mit, wenn er Reden über den Krieg und den Holocaust hielt.