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Protest der Jesiden

Gegen Gewalt Bis zu 10.000 kurdische Jesiden erwartet die Polizei am Sonnabend in Bielefeld zu einer Demonstration gegen die Gewalt der irakischen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS). Auch Aleviten und Christen wollen protestieren, weil ihre Glaubensgenossen ebenfalls von den islamistischen Extremisten verfolgt werden. Gegenversammlungen seien bislang nicht angemeldet worden, sagte die Polizei. Am Mittwoch hatten in Herford muslimische Extremisten Jesiden mit Messern attackiert. CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach hat ein entschlossenes Eingreifen der Sicherheitsbehörden gefordert. „Wer sein Aufenthaltsrecht in Deutschland dazu nutzt, um gegen andere zu hetzen, Gewalt zu predigen oder gar Gewalt anzuwenden, kann nicht ernsthaft erwarten, dass der Staat tatenlos zusieht und keine Konsequenzen zieht. Wer so handelt, hat sein Aufenthaltsrecht verwirkt“, sagte Bosbach.