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Arbeit: IG Metall für schnelles Anti-Stress-Gesetz ++ Energie: EEG-Werbung kostet mehr als 800.000 Euro ++ Ernährung: Tierschutz-Chef fordert Mindestpreis für Fleisch

IG Metall für schnelles Anti-Stress-Gesetz

Die Gewerkschaft IG Metall hat die baldige Einführung eines Anti-Stress-Gesetzes gefordert. Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider hatte die Debatte um eine Anti-Stress-Verordnung angestoßen, nach der Arbeitgeber zu bestimmten Zeiten ihre Angestellten nicht mehr kontaktieren dürfen. Das Bundesarbeitsministerium lehnte eine baldige Regelung mit der Begründung ab, der derzeitige Wissensstand über die Konsequenzen ständiger Erreichbarkeit reiche nicht aus, um daraus ein Gesetz abzuleiten.

EEG-Werbung kostet mehr als 800.000 Euro

Das Bundeswirtschaftsministerium gibt mehr als 800.000 Euro für Werbung für das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Die Kosten entsprechen etwa einem Viertel des Gesamtbudgets für Öffentlichkeitsarbeit im Wirtschaftsministerium in Höhe von 3,3 Millionen Euro für das laufende Jahr, wie nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Die Linken-Verbraucherschutzexpertin Caren Lay kritisierte die Werbung als teure Imagekampagne.

Tierschutz-Chef fordert Mindestpreis für Fleisch

Der Vorsitzende der bundesweiten Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, Thomas Blaha, hat einen gesetzlichen Grundpreis für Fleisch gefordert. „Dafür müsste jeder Mensch an der Fleischtheke nur 10 bis 20 Cent pro Kilogramm mehr ausgeben“, sagte der Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Die Einnahmen könnten den Tierschutz verbessern und Landwirten ermöglichen, mehr Raum für Tiere zu schaffen. Blaha zufolge könnte dieser Mindestpreis auch bei importiertem Fleisch erhoben werden.