Irak

60 IS-Terroristen bei Luftangriff auf Mossul getötet

Bei einem Luftangriff der Regierung in der von Militanten gehaltenen nordirakischen Stadt Mossul sind einem Medienbericht zufolge 60 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden.

Das Staatsfernsehen meldete, die Attacke im Morgengrauen habe einem Gefängnis in der Innenstadt gegolten, das die sunnitischen Extremisten als Gericht und Haftanstalt benutzt hätten. Rund 300 Menschen, die sich in Gewalt der Kämpfer befunden hätten, seien freigelassen worden.

In der Offensive gegen die Dschihadistengruppe IS haben sich mittlerweile kurdische Kämpfer aus dem Irak, der Türkei und Syrien zusammengeschlossen. Mitglieder der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der syrischen Partei der Demokratischen Union (PYD) gingen in der Region um Sindschar im Norden des Landes gegen die Dschihadistengruppe vor, sagte der ranghohe irakische Kurdenvertreter Hallo Pendschweni. Die Terrorgruppe und kurdische Einheiten hatten sich in den vergangenen Tagen in der Nähe der Stadt Mossul heftige Kämpfe geliefert, berichteten irakische Medien. Nach kurdischen Angaben konnten kurdische Peschmerga-Kämpfer mehrere Orte in der Provinz Sindschar westlich von Mossul zurückerobern. IS-Kämpfer hatten die umkämpften Gebiete am Wochenende nach Gefechten mit den kurdischen Einheiten eingenommen. Sie brachten auch den größten Staudamm des Landes, die Mossul-Talsperre, und zwei Ölquellen unter ihre Kontrolle. Die Extremisten beherrschen große Teile im Norden und Westen des Landes.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 200.000 Menschen im Irak auf der Flucht vor den IS-Milizen. Die meisten von ihnen sind Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden, einer monotheistischen Religion.