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Großbritannien: Londoner Bürgermeister Johnson will ins Unterhaus ++ Saudi-Arabien: Hilfe für Libanon im Kampf gegen Islamisten ++ Ägypten: Abschluss im Prozess gegen Mubarak erwartet ++ Afghanistan: Attentäter von Kabul war ein Soldat

Londoner Bürgermeister Johnson will ins Unterhaus

Der populäre Londoner Bürgermeister Boris Johnson will im kommenden Jahr bei den Parlamentswahlen antreten. Er habe noch keinen bestimmten Wahlkreis im Visier, aber er werde schon einen finden, sagte der 50-jährige konservative Politiker am Mittwoch in London. Der ehemalige Journalist bezeichnet sich als Unterstützer von Premierminister David Cameron. Der EU-kritische Johnson wird in Großbritannien aber immer wieder genannt, wenn es um potenzielle Nachfolger Camerons geht.

Hilfe für Libanon im Kampf gegen Islamisten

Saudi-Arabien will den Libanon bei der Bekämpfung von militanten Islamisten an der Grenze zu Syrien finanziell unterstützen. Der Golfstaat stelle dem libanesischen Militär eine Milliarde Dollar zur Verfügung, wurde nach einem Treffen von König Abdullah mit dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Saad al-Hariri bekannt. Die Agentur zitierte Hariri mit den Worten, das Geld werde den Streitkräften helfen, die Sicherheit und Stabilität des Landes zu erhalten.

Abschluss im Prozess gegen Mubarak erwartet

Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak steht kurz vor dem Abschluss. Mubaraks Verteidigung beendete am Dienstag ein viertägiges Schlussplädoyer und nannte den Langzeitpräsidenten und seine Söhne unschuldig. Das meldete die Staatszeitung „Al-Ahram“ am Mittwoch. Mubarak und seine Söhne Alaa und Gamal sowie weitere Angeklagte müssen sich wegen der Tötung von mehr als 800 Demonstranten bei den Anti-Mubarak-Protesten 2011 verantworten.

Attentäter von Kabul war ein Soldat

Der Anschlag auf eine hochrangige Delegation der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf ist von einem afghanischen Soldaten verübt worden. Das sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch. „Seine Motive sind zurzeit noch nicht bekannt“, fügte er hinzu. Der Soldat hatte am Dienstag in einer Militärakademie in Kabul das Feuer eröffnet, einen US-General getötet und den deutschen General Michael Bartscher schwer verletzt.