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Politik II

Libyen: Neu gewähltes Parlament nimmt Arbeit auf ++ Dänemark: Schulreform verschreibt Lehrern Anwesenheitspflicht ++ Europa: Juncker wirbt weiter um Frauen für EU-Kommission ++ Australien: Flüchtlinge sollten in Booten nach Indien zurückkehren

Neu gewähltes Parlament nimmt Arbeit auf

Inmitten heftiger Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen ist das neu gewählte libysche Parlament erstmals offiziell zusammengetreten. Etwa 170 der insgesamt rund 200 Abgeordneten versammelten sich in der Stadt Tobruk im Osten des Landes, wie libysche Medien berichteten. Dorthin war die Sitzung wegen der unsicheren Lage in Tripolis und Bengasi verlegt worden. Viele Libyer verbinden mit dem neuen Abgeordnetenhaus die Hoffnung auf ein Ende der instabilen Sicherheitslage im Land.

Schulreform verschreibt Lehrern Anwesenheitspflicht

Dänische Volksschullehrer haben künftig Anwesenheitspflicht an ihrem Arbeitsplatz. Eine Reform legt fest, dass sie ihre komplette Arbeitszeit in den Volksschulen verbringen müssen. In manchen Kommunen müssen die Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahrs im August täglich ein- und auschecken. Stempel-Terminals sollen etwa in den Gemeinden Tårnby und Esbjerg sicherstellen, dass die Lehrer ihren Unterricht auch wirklich nicht zu Hause vor- und nachbereiten.

Juncker wirbt weiter um Frauen für EU-Kommission

Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wirbt weiter um einen höheren Frauenanteil in der neuen Kommission. „Er arbeitet nach wie vor daran, die Zahl weiter zu steigern“, sagte Junckers Sprecherin. Laut der Liste der Kandidaten, die die EU-Staaten vorgeschlagen haben, könnten derzeit maximal acht Frauen in dem neuen Gremium sitzen – eine weniger als in der jetzigen EU-Behörde. Junckers Ziel sei eine „bedeutende Anzahl von sehr kompetenten weiblichen Mitgliedern“.

Flüchtlinge sollten in Booten nach Indien zurückkehren

Australien hat Asylsuchende laut Menschenrechtlern dazu gedrängt, in Rettungsbooten nach Indien zurückzukehren. „Diese 157 Männer, Frauen und Kinder wurden einer derart großen Grausamkeit ausgesetzt, wie sie keinen Platz im modernen Australien hat“, sagte der Direktor der Menschenrechtsgruppe Human Rights Law Centre. Neun von ihnen seien von den Behörden dazu gedrängt worden, die Boote mit je 50 bis 60 Insassen über den Ozean zu navigieren.