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Politik II

Statistik: Fast zehn Prozent der Deutschen schwerbehindert ++ Ex-Ministerin: Schavan schmückt sich weiterhin mit Doktortitel ++ Syrien: EU-Mitgliedstaaten erhöhen Hilfe auf 150 Millionen Euro

Fast zehn Prozent der Deutschen schwerbehindert

Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland hat zugenommen. Zum Jahresende 2013 waren es rund 7,5 Millionen und damit etwa 260.000 oder 3,6 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Damit waren 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung schwerbehindert. Laut Statistik waren 31 Prozent aller Schwerbehinderten 75 Jahre und älter. Knapp 45 Prozent gehörten der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an. Zwei Prozent waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde.

Schavan schmückt sich weiterhin mit Doktortitel

Annette Schavan, Ex-Bundesforschungsministerin und neue deutsche Vatikan-Botschafterin, scheint noch immer an ihrem Doktortitel zu hängen, der ihr plagiatbedingt aberkannt wurde. In ihrer offiziellen Vita als neue Botschafterin beim Heiligen Stuhl in Rom führt sie auf: „1980: Promotion zum Dr. phil. (gültig bis 2014).“ Die CDU-Politikerin hatte den Titel im Mai wegen absichtlicher Täuschung in ihrer Promotion ablegen müssen. Die Affäre hatte sie zuvor schon das Ministeramt gekostet. Der Bonner Wissenschaftsrechtler Wolfgang Löwer hält die Formulierung im Lebenslauf für unzulässig. Ein rechtswidriger Verwaltungsakt werde rückwirkend aufgehoben. Löwer: „Damit hat die Promotion nie als gültiger Staatsakt existiert.“

EU-Mitgliedstaaten erhöhen Hilfe auf 150 Millionen Euro

Die EU-Mitgliedstaaten haben die humanitäre Hilfe für Syrien erhöht. Als Reaktion auf die andauernde Krise steige die Unterstützung um weitere 50 Millionen Euro auf insgesamt 150 Millionen Euro an, teilten die EU-Mitgliedstaaten mit. Zudem wächst laut Beschluss die Hilfe für die Nachbarländer Syriens um 125Millionen Euro auf 200 Millionen Euro. Die EU-Kommission hatte den Ausbau der Hilfen beantragt. Der Konflikt hat laut EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen zur größten humanitären Krise weltweit geführt. Rund 9,3 Millionen Menschen in Syrien und weitere 2,8 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern sind dringend auf Hilfe angewiesen.