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Politik II

Griechenland: Flotille aus Kreta gegen Chemiewaffen ++ Jordanien: Luftwaffe schießt Drohne unbekannter Herkunft ab ++ Afghanistan: 15 Zivilisten in der Provinz Ghor regelrecht hingerichtet ++ Irak: Terrormiliz IS vertreibt verbündete Sunnitenführer

Flotille aus Kreta gegen Chemiewaffen

Eine Gruppe griechischer und italienischer Aktivisten will aus Angst vor einer Umweltkatastrophe mit einer Flotille gegen die Vernichtung von etwa 700 Tonnen syrischer Chemiewaffen im Mittelmeer protestieren. Das US-Spezialschiff „Cape Ray“ hatte Anfang des Monats mit der Vernichtungsaktion begonnen. „Wir wollen zeigen, dass das Mittelmeer nicht für solche Aktionen geeignet ist“, sagte Pavlos Polakis, Bürgermeister des kretischen Dorfs Sfakia.

Luftwaffe schießt Drohne unbekannter Herkunft ab

Die jordanische Luftwaffe hat eine Drohne unbekannter Herkunft an der Grenze zu Syrien abgeschossen. Der Flugkörper sei in einem Wüstengebiet nahe der Stadt Mafrak abgestürzt, teilte ein Regierungssprecher am Freitag mit. Dies ist der erste derartige Zwischenfall seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien. Die USA haben Jordanien in den vergangenen Jahren mit Millionen von Dollar aufgerüstet, um das Land vor einem Übergreifen des Bürgerkrieges in Syrien und dem Eindringen islamistischer Kämpfer zu schützen.

15 Zivilisten in der Provinz Ghor regelrecht hingerichtet

Bewaffnete Angreifer haben im Zentrum von Afghanistan zwei Fahrzeuge überfallen und 15 Insassen regelrecht hingerichtet. Wie die Regierung in der Provinz Ghor am Freitag erklärte, handelt es sich bei den getöteten Zivilisten um elf Männer, drei Frauen und ein Kind. Die Polizei ging davon aus, dass radikalislamische Taliban für die Bluttat verantwortlich waren. Wie ein Sprecher der Provinzregierung von Ghor sagte, zwangen die Täter die beiden Fahrzeuge am späten Donnerstagabend zum Anhalten.

Terrormiliz IS vertreibt verbündete Sunnitenführer

Die Terrormiliz Islamischer Staat geht in den von ihr eroberten Gebieten zunehmend gegen andere sunnitische Gruppen vor. Die Dschihadisten stellten fünf sunnitischen Gruppen, die an ihrer Seite gegen die Regierung in Bagdad kämpften, ein 48-Stunden-Ultimatum. Danach müssen die Kämpfer sich innerhalb dieser Frist entweder unterordnen, oder die Region verlassen. Die bekannteste betroffene Gruppe ist die Nakschbandi-Miliz aus alten Anhängern Saddam Husseins.