Militär

Nach Kollision: Eurofighter war schwer beschädigt

Der Eurofighter, der vor gut drei Wochen über dem Sauerland bei einer Abfangübung in der Luft mit einem Learjet zusammengestoßen ist, war schwerer beschädigt als bisher vermutet.

Das rechte Triebwerk soll nach Informationen der Berliner Morgenpost durch die Kollision nur noch bedingt regelbar gewesen sein. Angeblich hing es bei etwa drei Viertel Schub fest – was zwar für einen Streckenflug unproblematisch, für eine Landung aber ungeeignet sei. Deshalb habe der Pilot das rechte Triebwerk für die Landung abgeschaltet, so Insider.

Bis heute kann die Luftwaffe nicht sagen, ob das 88 Millionen Euro teure Fluggerät repariert werden kann. Exklusive Fotos der Maschine zeigen, dass Triebwerk und Rumpf des Kampfjets bei der Kollision massiv in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Wie in solchen Luftnotlagen vorgeschrieben, wurde für den Rückflug zum Stützpunkt eine Route ausgewählt, die bewohntes Gebiet vermieden hatte. Das Sauerland ist offenbar nur knapp einer größeren Katastrophe entgangen. Während die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung anhand der Flugdaten rekonstruiert, welche Sicht die Learjetpiloten unmittelbar vor der Kollision auf den oberhalb fliegenden Eurofighter hatten, beklagen die Bewohner am Aufschlagort im Sauerland unzureichende Aufräumarbeiten der Behörden. Noch Tage nach dem Absturz, bei dem die beiden Learjetpiloten zu Tode kamen, hatten Passanten Leichenteile gefunden.