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Politik II

Frankreich: Neue Anti-Terror-Operation in Afrika gestartet ++ Georgien: Letzter Sowjetaußenminister Schewardnadse beigesetzt ++ Nigeria: Boko Haram will irakische Dschihadisten unterstützen ++ Afghanistan: Kandidaten legen Streit um Karsai-Nachfolge bei

Neue Anti-Terror-Operation in Afrika gestartet

Eineinhalb Jahre nach dem Beginn des Militäreinsatzes gegen islamistische Rebellen in Mali beginnt Frankreich mit dem geplanten Aufbau einer grenzüberschreitenden Antiterror-Truppe für Afrika. Die Operation „Barkhane“ soll mit rund 3000 Soldaten dafür sorgen, dass sich in der riesigen Zone zwischen dem Horn von Afrika und Guinea-Bissau keine islamistischen Terroristen ausbreiten können, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Sonntag.

Letzter Sowjetaußenminister Schewardnadse beigesetzt

Der letzte sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse ist mit militärischen Ehren in seiner georgischen Heimat beigesetzt worden. Hunderte Trauergäste, darunter der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher, 87, gaben dem früheren georgischen Präsidenten am Sonntag das letzte Geleit. Der am Montag im Alter von 86 Jahren gestorbene Schewardnadse bleibt den Deutschen als einer der Wegbereiter der Wiedervereinigung unvergessen.

Boko Haram will irakische Dschihadisten unterstützen

Die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram hat den im Irak vorrückenden Dschihadisten ihre Unterstützung zugesagt. In einem Video bezeichnet Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau den Anführer der radikalsunnitischen Gruppe Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, als einen seiner „Brüder“. „Möge Allah sie schützen“, sagt Shekau über al-Bagdadi und auch über al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri und Taliban-Führer Mullah Omar.

Kandidaten legen Streit um Karsai-Nachfolge bei

Der Streit um das Ergebnis der afghanischen Präsidentenwahl ist vorerst beigelegt. Die zerstrittenen Kandidaten Aschraf Ghani Ahmadsai und Abdullah Abdullah einigten sich am Sonnabend auf ein Abkommen zur Beendigung der Krise – vermittelt von US-Außenminister John Kerry. Der Plan sieht vor, dass alle acht Millionen bei der Stichwahl Mitte Juni abgegebenen Stimmen überprüft werden. Ghani und Abdullah würden das Ergebnis akzeptieren und danach eine Regierung der nationalen Einheit bilden.