Kanzlerin

Merkel hält sich über Zukunftspläne nach 2017 bedeckt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält sich kurz vor ihrem 60. Geburtstag zu ihren Zukunftsplänen über die Wahlperiode hinaus bedeckt.

„Es gibt den Wunsch, diese Legislaturperiode als Bundeskanzlerin gut zu arbeiten und dann sehen wir weiter“, sagte die Kanzlerin in einem ZDF-Interview. Die laufende Wahlperiode werde sie „selbstverständlich“ komplett amtieren, sagte Merkel.

Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf mehrere Kabinettsmitglieder und hochrangige Unionspolitiker, Merkel sei entschlossen, freiwillig aus dem Amt zu scheiden und nicht auf eine Wahlniederlage oder eine parteiinterne Ablösung zu warten. „Das reizt sie wirklich sehr“, zitiert das Nachrichtenmagazin ein Mitglied von Merkels Regierung. Für den Fall einer plötzlich anstehenden Nachfolgeregelung würden derzeit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die besten Aussichten eingeräumt.

Immer wieder spekuliert wird darüber, Merkel könnte nach dem Ende ihrer Amtszeit als Kanzlerin ein internationales Amt anstreben. Als mögliche Posten gelten das Amt des UN-Generalsekretärs oder des EU-Ratspräsidenten, die Ende 2016/Anfang 2017 neu zu besetzen sind. Merkel selbst schloss aus, 2018 UN-Generalsekretärin zu werden. „Das wird mit Sicherheit nicht passieren.“ Zu ihrem 60. Geburtstag am Donnerstag wünscht sich die ostdeutsche Politikerin nach eigenen Worten, „dass ich gesund bleibe und dass ich tun kann, was mir Spaß macht“.