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Familien: 280.000 Anträge auf Betreuungsgeld ++ Koalition: Bouffier: Schwarz-Grün im Bund ist 2017 möglich

280.000 Anträge auf Betreuungsgeld

Knapp ein Jahr nach Einführung des Betreuungsgeldes für Eltern, die ihre Kleinkinder ausschließlich zu Hause betreuen, ist die Zahl der Anträge bereits auf mehr als 280.000 gestiegen. Das ergab eine Umfrage der „Passauer Neuen Presse“ bei Ministerien und Behörden aller 16 Bundesländer. Spitzenreiter ist nach den Ergebnissen der Umfrage Nordrhein-Westfalen mit 70.578 Anträgen bis Ende Juni. Dahinter folgt Bayern mit rund 68.000 Anträgen ebenfalls bis Ende Juni. Nach Angaben der bayerischen Familienministerin Emilia Müller (CSU) haben im Freistaat 72 Prozent der anspruchsberechtigten Eltern die von Kritikern als „Herdprämie“ bezeichnete Leistung beantragt.

Bouffier: Schwarz-Grün im Bund ist 2017 möglich

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält 2017 ein schwarz-grünes Bündnis im Bund für realistisch. „Ich denke, dass ein stabiles Bündnis zwischen Union und Grünen möglich wäre“, sagte Bouffier der „Rheinischen Post“. „Da sind Hürden zu überwinden, klar. Das ist uns in Hessen aber auch gelungen.“ „Wir haben Kompromisse geschlossen und wir haben Wege gefunden, auch mit Gegensätzen umzugehen. Wenn wir das ordentlich machen, schaut natürlich auch die Bundesebene zu uns.“ Die Grünen im Bund seien in einer Phase der Neuorientierung. „Die SPD öffnet sich immer weiter zur Linkspartei. Warum sollten wir strategische Optionen ausschließen?“