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Gesetzentwurf: Wirtschaft klagt über weitreichende Frauenquote ++ Behinderte: AfD-Politiker kritisiert Lehrer mit Down-Syndrom

Wirtschaft klagt über weitreichende Frauenquote

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beklagt, dass die geplante Frauenquote viel mehr Firmen betrifft als angekündigt. Im Gesetzentwurf finde sich versteckt eine folgenreiche Bestimmung für rund 3500 Unternehmen, sagte Holger Lösch vom BDI der „FAZ“. Demnach müssen in Aufsichtsräten und Vorständen mindestens ein Mann und eine Frau sitzen. Doch bestehe in 60 Prozent der Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat nur aus drei Personen. Sogar in mehr als 80 Prozent habe der Vorstand höchstens drei Mitglieder. Damit würde laut BDI für 2100 Firmen im Aufsichtsrat und für 2800 Mittelständler im Vorstand eine Quote von einem Drittel gelten.

AfD-Politiker kritisiert Lehrer mit Down-Syndrom

Nach abwertenden Äußerungen über Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) hat der stellvertretende Landeschef der Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen, Thomas Hartung, alle Ämter niedergelegt. Hartung verzichte auch auf eine Kandidatur bei der Landtagswahl in Sachsen, teilte die AfD mit. Er hatte Menschen mit Trisomie 21 die Fähigkeit abgesprochen, den Beruf eines Lehrers ausüben zu können, und damit Empörung ausgelöst. Konkret ging es um den Spanier Pablo Pineda, der einst als erster Europäer mit Down-Syndrom ein Universitätsexamen – im Lehramt für Sondererziehung – abgelegt hatte. Nachdem es Proteste gab, legte Hartung sogar noch einmal nach.