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Politik II

Mali: UN verzichten auf veraltete deutsche Flugzeuge ++ Israel: Armee verhaftet weitere Palästinenser ++ USA: Mehr als 400 Drohnen der Streitkräfte abgestürzt ++ Ägypten: Todesurteile gegen Anhänger des Ex-Präsidenten bestätigt

UN verzichten auf veraltete deutsche Flugzeuge

Die UN-Friedensmission für Mali wird zwei Flugzeuge, die die Bundeswehr stellt, nicht mehr für den Transport von Truppen und Material in Afrika benutzen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte, die Flugzeuge samt Besatzung würden Ende Juni aus Dakar im Senegal nach Deutschland zurückgeholt. Die UN-Mission werde aber weiterhin mit deutschem Stabspersonal unterstützt. „Spiegel Online“ zufolge halten die UN die Transall-Propellermaschinen für ungeeignet, weil sie bei Hitze oft am Boden bleiben müssten und bei Dunkelheit wegen fehlender Nachtsichtausrüstung nicht fliegen könnten. Die Maschinen sind seit den 60er Jahren im Einsatz. Die UN wollen modernere nutzen.

Armee verhaftet weitere Palästinenser

Bei ihrer Suche nach den mutmaßlichen Entführern von drei vermissten Jugendlichen hat die israelische Armee im Westjordanland zehn weitere Palästinenser festgenommen. Damit seien nun seit Beginn der Suche nach den Vermissten 330 Palästinenser in Gewahrsam, sagte eine Armeesprecherin. Die drei 16 und 19 Jahre alten Talmudschüler waren zuletzt vor einer Woche im südlichen Teil des Westjordanlands gesehen worden. Sie werden seit dem 12. Juni vermisst. Israel macht die Hamas für ihre Entführung verantwortlich, die jedoch jegliche Verwicklung in den Fall bestreitet.

Mehr als 400 Drohnen der Streitkräfte abgestürzt

Mehr als 400 große US-Drohnen sind weltweit nach einem Bericht der „Washington Post“ seit 2001 abgestürzt. Die Zeitung untersuchte mehr als 50.000 Seiten mit Unfallberichten. Demnach hätten die unbemannten Flugzeuge unter anderem wegen technischer Defekte, menschlichem Versagen und schlechtem Wetter versagt. Die USA, die Drohnen seit Jahren für Angriffe im Anti-Terror-Kampf und zur Überwachung einsetzen, haben die Maschinen auch für Flüge über bewohnten Gebieten stets als sicher eingestuft. Nach Angaben der „Washington Post“ wurden tödliche Vorfälle bei den untersuchten Abstürzen teilweise nur knapp vermieden.

Todesurteile gegen Anhänger des Ex-Präsidenten bestätigt

Ein ägyptisches Gericht hat die Todesurteile gegen 183 Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi bestätigt, darunter das gegen den Chef der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie. 496 der Ende April insgesamt 683 zum Tode Verurteilten seien freigesprochen worden, sagte Generalstaatsanwalt Abdel Rahim Abdel Malek. Das Gericht im zentralägyptischen Minja wandelte zudem vier Todesurteile, darunter gegen zwei Frauen, in lebenslange Haft um. Die Strafen waren im April in Schnellverfahren wegen der Teilnahme an gewaltsamen Protesten in Minja verhängt worden. Der Großteil der zum Tode Verurteilten ist auf der Flucht.