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Politik II

Razzia: Prominenter Neonazi unter Zuhälterverdacht ++ Belgien: Flamen wollen in die Fraktion der EU-Skeptiker ++ Ägypten: Mubarak bricht sich im Krankenhaus ein Bein ++ Israel: Ehemaliger Bürgermeister von Jerusalem verurteilt

Prominenter Neonazi unter Zuhälterverdacht

Gegen den früheren Kopf der Neonazi-Gruppe „Thüringer Heimatschutz“ und langjährigen V-Mann Tino Brandt wird wegen Zuhälterei ermittelt. Er stehe in Verdacht, teils noch minderjährige Jungen sowie Männer an Freier vermittelt zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft Gera. Seine Wohnung sei durchsucht worden. Dem „Thüringer Heimatschutz“ gehörten auch die späteren mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe an.

Flamen wollen in die Fraktion der EU-Skeptiker

Die Abgeordneten der separatistischen Neu-Flämischen Allianz (N-VA) aus Belgien wollen sich im Europa-Parlament der Fraktion Europäische Konservative und Reformisten (EKR) anschließen. Das teilte die N-VA am Mittwochabend in Brüssel mit. Die EU-skeptische EKR wird von der Konservativen Partei des britischen Premiers David Cameron geführt; auch die Alternative für Deutschland (AfD) ist Mitglied. Zuvor hatte die N-VA auch mit der liberalen ALDE-Fraktion über einen Beitritt verhandelt.

Mubarak bricht sich im Krankenhaus ein Bein

Der ehemalige ägyptische Präsident Husni Mubarak hat sich in einem Militärkrankenhaus ein Bein gebrochen. Der 86-Jährige sei im Badezimmer ausgerutscht und habe sich den oberen Teil des Oberschenkelknochens gebrochen, teilten die Sicherheitsbehörden am Donnerstag mit. Er müsse operiert werden. In dem Krankenhaus verbüßt Mubarak seine dreijährige Haftstrafe, zu der er wegen eines Korruptionsfalls verurteilt worden war.

Ehemaliger Bürgermeister von Jerusalem verurteilt

Ein israelisches Gericht hat den früheren Bürgermeister von Jerusalem, Uri Lupolianski, in einem Korruptionsverfahren zu sechs Jahren Haft verurteilt. Zudem muss er eine Geldstrafe von 500.000 Schekel (etwa 100.000 Euro) zahlen, wie das Bezirksgericht in Tel Aviv am Donnerstag entschied. Bereits vor einem Monat war der ehemalige Ministerpräsident Ehud Olmert, Lupolianskis Vorgänger im Rathaus von Jerusalem, in demselben Fall zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.