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Politik II

Spanien: Tausende Afrikaner scheitern am Zaun der Exklave Melilla ++ Myanmar: Abgeordnete müssen weiter Turban tragen ++ Bangladesch: Mindestens zehn Tote bei Unruhen in Dhaka ++ Pakistan: Erneut christlicher Politiker ermordet ++ China: Spitzenpolitiker unter Korruptionsverdacht

Tausende Afrikaner scheitern am Zaun der Exklave Melilla

Mit einem Massenansturm auf den Grenzzaun von Melilla wollten sich rund 1000 afrikanische Flüchtlinge in die EU retten – und sind doch wieder gescheitert. Dafür sorgten offenbar erstmals Spezialnetze, die den Sechs-Meter-Zaun zusätzlich sichern, hieß es in spanischen Polizeikreisen. Gazeartigen Netze werden über die Gitter gespannt. Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens sind zehn Menschen gestorben. Die italienische Marine konnte 39 Insassen des Boots retten.

Abgeordnete müssen weiter Turban tragen

Myanmars Abgeordnete müssen im Parlament weiter einen Turban tragen. Der Antrag eines Abgeordneten, auf das aus seiner Sicht lästige Kleidungsstück zu verzichten, wurde von der Mehrheit abgeschmettert. Die traditionelle Kopfbedeckung täglich acht Stunden an fünf Tagen die Woche zu tragen, könne den Kopf überhitzen und zu Gesundheitsproblemen führen, hatte der Abgeordnete Win Htein von der Nationalen Liga für Demokratie argumentiert.

Mindestens zehn Tote bei Unruhen in Dhaka

Bei Unruhen in einem Elendsviertel in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Zunächst habe es am Samstagmorgen Zusammenstöße gegeben, später hätten Unbekannte Häuser in dem Viertel in Brand gesteckt, sagte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Ursache soll ein Streit über die illegale Nutzung von Strom gewesen sein.

Erneut christlicher Politiker ermordet

In Pakistan ist erneut ein christlicher Politiker ermordet worden. Wie „Radio Vatikan“ am Samstag meldete, wurde Hendry Masih in Quetta, der Hauptstadt der westlichen Provinz Belutschistan, von einem Leibwächter erschossen. Der Mord habe unter den religiösen Minderheiten, aber auch in der Zivilgesellschaft Bestürzung ausgelöst. Masih, der dem Provinzparlament von Belutschistan angehörte, hatte sich mit Nachdruck für die Rechte der religiösen Minderheiten eingesetzt, so der Sender.

Spitzenpolitiker unter Korruptionsverdacht

Wieder wird in China gegen ein ranghohes Mitglied der regierenden Kommunistischen Partei ermittelt. Su Rong, der Vizevorsitzende der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, stehe unter dem Verdacht, Parteiregeln und Gesetze verletzt zu haben, teilte die Zentralkommission für die Überwachung der Disziplin in der Kommunistischen Partei am Sonnabend auf ihrer Webseite mit. Üblicherweise verweist die Partei so auf Korruptionsvorwürfe.