Militär

US-Drohnen beschießen wieder Taliban in Pakistan

Bei zwei mutmaßlichen US-Drohnenangriffen auf ein Stammesgebiet im Nordwesten Pakistans sind insgesamt 13 Menschen getötet worden. Das teilte der pakistanische Geheimdienst mit.

Die Drohneneinsätze erfolgten in der Nacht zum Mittwoch und am frühen Donnerstag in der Grenzregion zu Afghanistan, wo viele militante Gruppen aktiv sind. Sie waren die ersten seit fast sechs Monaten. Die pakistanische Regierung verurteilte die Luftangriffe, die der US-Geheimdienst CIA koordiniert. Das Außenministerium in Islamabad teilte mit, die Drohneneinsätze verletzten Souveränität und territoriale Einheit des Landes.

Nord-Waziristan gilt als Hochburg islamistischer Extremisten. Zahlreiche militante Gruppen sind dort aktiv, die sich gegenseitig mit Kämpfern, Geld und Wissen helfen. So spielte bei dem Angriff auf den Flughafen von Karachi zu Wochenbeginn neben den pakistanischen Taliban auch eine Gruppe islamistischer Usbeken eine Rolle. Ihre Erklärung, bei dem Anschlag mit 36 Toten – darunter die zehn Angreifer – beteiligt gewesen zu sein, gilt als verstörender Beweis der wachsenden Kooperation zwischen den Extremisten.

Der Sprecher der pakistanischen Taliban, Shahidullah Shahid, bestätigte die Zusammenarbeit mit der Islamischen Bewegung für Usbekistan (IMU), gab aber keine Details bekannt. Shahid hatte den Angriff auf den Flughafen als Vergeltung für den bei einem US-Drohnen-Angriff im November getöteten Taliban-Chef Hakimullah Mehsud bezeichnet.