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Politik II

Siedlungsbau: Palästinenser drohen Israel mit „beispielloser“ Reaktion ++ Italien: Marine rettet mehr als 440 Migranten im Mittelmeer ++ Fußball-WM: Gewerkschaften protestieren gegen Arbeitsbedingungen ++ China: Regierung verbittet sich Einmischung der USA ++ Thailand: Yingluck und ihre Minister unter Korruptionsverdacht

Palästinenser drohen Israel mit „beispielloser“ Reaktion

Die palästinensische Autonomiebehörde hat mit einer „beispiellosen“ Reaktion auf die Ankündigung neuer israelischer Siedlungen gedroht. „Israel muss verstehen, dass seine Siedlungspolitik inakzeptabel ist“, so ein Sprecher von Palästinenserpräsident Abbas. Der israelische Rundfunk hatte zuvor berichtet, Israels Bauministerium habe Ausschreibungen für 1100 Siedlerhäuser veröffentlicht.

Marine rettet mehr als 440 Migranten im Mittelmeer

Die italienische Marine hat nach eigenen Angaben 443 Migranten auf dem Mittelmeer gerettet und in den Hafen von Augusta auf Sizilien gebracht. Unter den Geretteten seien zwei Schwangere und 124 Kinder. Vergangene Woche hatte Innenminister Angelino Alfano berichtet, dass 2014 bereits rund 40.000 Migranten die italienische Küste erreicht hätten – ein Rekord. Alfano fordert mehr Unterstützung der europäischen Partner.

Gewerkschaften protestieren gegen Arbeitsbedingungen

Internationale Baugewerkschaften haben am Donnerstag in Genf gegen die Ausbeutung und Gefährdung von Arbeitern beim Bau von WM-Standorten protestiert. Allein beim Bau der Stadien in Katar könnten bis zu 4000 Arbeiter ums Leben kommen, schätzt der Gewerkschaftsverband ITUC. Schlechte Arbeitsbedingungen habe es aber auch in Brasilien, Polen und der Ukraine gegeben.

Regierung verbittet sich Einmischung der USA

China hat die Stellungnahme der US-Regierung zum 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) in Peking scharf zurückgewiesen. Dies sei eine intolerable Einmischung in die inneren Angelegenheiten. China habe bei der Regierung in Washington Protest eingereicht. Die USA hatten China aufgefordert, Rechenschaft über die damaligen Vorgänge abzulegen.

Yingluck und ihre Minister unter Korruptionsverdacht

Thailands Anti-Korruptionsbehörde nimmt das Vermögen der früheren Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und vier ihrer Minister unter die Lupe. Es gehe um Vorwürfe im Zusammenhang mit Reissubventionen, mit denen sich Yingluck Stimmen der Landbevölkerung gesichert haben sollen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Yingluck war im Mai wegen Machtmissbrauchs vom Verfassungsgericht abgesetzt worden.