Nachrichten

Politik II

Syrien: Sechs UN-Inspekteure von Bewaffneten verschleppt ++ Sudan: Zum Tode verurteilte Christin bringt Tochter zur Welt ++ Thailand: Militär verkürzt nächtliche Ausgangssperre

Sechs UN-Inspekteure von Bewaffneten verschleppt

Sechs Chemiewaffeninspekteure sind nach Angaben des syrischen Außenministeriums in dem Bürgerkriegsland von bewaffneten Gruppen entführt worden. Das teilte die Regierung in Damaskus mit. Die vom UN-Sicherheitsrat gesetzte Frist zur Vernichtung der Chemiewaffen endet am 30. Juni. Nach Angaben der Kontrollbehörde für Chemiewaffen (OPCW) wurden bislang gut 92 Prozent des syrischen Chemiewaffenarsenals zerstört oder außer Landes gebracht. Der Rest – rund 100 Tonnen Kampfstoffe – soll sich an einem einzigen Ort befinden. Syrien hat laut OPCW angegeben, dass das Material aus Sicherheitsgründen nicht transportiert werden könne.

Zum Tode verurteilte Christin bringt Tochter zur Welt

Eine junge Christin, die im Sudan wegen Abfalls vom islamischen Glauben zum Tode verurteilt wurde, hat im Gefängnis ein Kind bekommen. Die 27-jährige Meriam Jahia Ibrahim Ischag habe am Dienstag eine Tochter zur Welt gebracht, sagte ein westlicher Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte. Mutter und Kind gehe es anscheinend gut, ihre Situation sei jedoch „grausam“. Ein Gericht in der Hauptstadt Khartum hatte Ischag Mitte Mai wegen Abfalls vom islamischen Glauben zum Tod durch Erhängen verurteilt. Die junge Frau, die bereits einen 20 Monate alten Sohn hat, wurde zudem zu hundert Peitschenhieben wegen Ehebruchs verurteilt. Der Fall hatte international für Empörung gesorgt.

Militär verkürzt nächtliche Ausgangssperre

Wenige Tage nach ihrem Putsch hat die thailändische Armee die nächtliche Ausgangssperre für das Land verkürzt. Sie soll ab Mittwoch nur noch vier Stunden betragen – beginnend um Mitternacht. Seit dem Putsch galt die Ausgangssperre jede Nacht von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Nach monatelangen politischen Unruhen hatte die thailändische Armee am Dienstag vergangener Woche das Kriegsrecht verhängt und zwei Tage später die Macht im Land übernommen. Die bereits zuvor von der Justiz abgesetzte Regierungschefin Yingluck Shinawatra und andere führende Politiker wurden festgenommen. Inzwischen wurden Yingluck und Oppositionsführer Suthep Thaugsuban wieder freigelassen.