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Spanien: Küstenwache rettet im Mittelmeer 52 Flüchtlinge ++ Malawi: Präsidentin erklärt Wahlen für ungültig ++ Rüstung: Bundessicherheitsrat lehnt zahlreiche Exportanträge ab ++ Somalia: 24 Todesopfer bei Anschlag auf Parlament

Küstenwache rettet im Mittelmeer 52 Flüchtlinge

Die spanische Küstenwache hat vor der Mittelmeerexklave Ceuta an der marokkanischen Küste am Sonnabend 52 Flüchtlinge gerettet. Unter den geborgenen Flüchtlingen aus der Subsahara-Region, die in zwei Schlauchbooten unterwegs waren, seien zwei Schwangere und drei Babys, teilte die Präfektur von Ceuta mit. Eine Frau wurde demnach noch vermisst. In dem ersten, nur fünf Meter langen Schlauchboot seien 45 Flüchtlinge gewesen, sagte ein Sprecher der Präfektur. Die 26 Männer, 14 Frauen und fünf Kinder seien in ein Auffanglager gebracht worden. Acht weitere Einwanderer kenterten mit einem Kinderschlauchboot.

Präsidentin erklärt Wahlen für ungültig

Malawis Präsidentin Joyce Banda hat die Wahlen in dem afrikanischen Land für ungültig erklärt. Der Urnengang solle in 90 Tagen wiederholt werden, kündigte Banda an. Sie werde dann nicht mehr antreten. Grund für ihre Entscheidung „im Interesse des Landes“ seien weitreichende Unregelmäßigkeiten gewesen, sagte Banda. Die etwa 7,5 Millionen Bürger Malawis hatten am Dienstag den Präsidenten, das Parlament und Regionalabgeordnete neu gewählt. Nach Radioberichten lag Banda in den Auszählungen hinter zwei ihrer elf Herausforderer. Banda sprach von Wahlmanipulationen und anderen Unregelmäßigkeiten wie etwa nicht geprüften Wählerregistern.

Bundessicherheitsrat lehnt zahlreiche Exportanträge ab

Nach dem Streit um deutsche Rüstungslieferungen hat der für Exporte zuständige Bundessicherheitsrat offenbar zuletzt fast zwei Drittel aller Anträge abgelehnt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) habe sich in dem geheim tagenden Gremium Ende April dafür eingesetzt, dass auch einzelne, weit fortgeschrittene Projekte gestoppt würden, berichtete der „Spiegel“. Der Bundessicherheitsrat entscheidet über den Verkauf von Rüstungsgütern ins Ausland. Dem Gremium gehören die Bundeskanzlerin und sieben Minister an. Mit den jüngsten Entscheidungen riskiere die Regierung Schadenersatzforderungen betroffener Unternehmen, schrieb das Magazin.

24 Todesopfer bei Anschlag auf Parlament

Bei einem Anschlag der islamistischen Terrorgruppe al-Schabaab auf das Parlament in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Getöteten zählten 13 Al-Schabaab-Kämpfer und mehrere somalische Wachleute, wie Sicherheitskräfte berichteten. Viele weitere Menschen wurden am Sonnabend verletzt, darunter auch drei somalische Abgeordnete. Al-Schabaab bekannte sich im Kurzmitteilungsdienst Twitter zu dem Anschlag. Die Attacke begann mit einem Selbstmordanschlag, bei dem ein Fahrzeug vor dem Gebäude gesprengt wurde. Währenddessen eröffneten die Angreifer das Feuer.