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Nato-General fordert Umdenken

Russlands Truppen Nach Einschätzung des militärischen Oberkommandeurs der Nato, US-General Philip M. Breedlove, ist immer noch nicht sicher, ob Russland wie angekündigt begonnen hat, seine Truppen von 45.000 bis 50.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zurückzuziehen. „Wir haben noch keine konkreten Hinweise. Wir sehen Bewegungen, aber das Ausmaß und der Umfang sind noch nicht ganz klar“, sagte Breedlove. Die russischen Truppenbewegungen beschränkten sich auf einen von drei Bereichen. „Was an der Grenze bleibt, ist eine sehr große Truppe, die alle Ziele erreichen kann, für die man sie dort hingeschickt hat.“ Die Truppe stehe in einer „bedrohlichen Position“.

Sicherheitslage Laut Breedlove herrscht heute in Europa eine andere Sicherheitslage als vor der Annexion der Krim durch Russland. „Wir haben Russland in den vergangenen 12 bis 14 Jahren als Partner betrachtet und alle militärischen Planungen danach ausgerichtet. Heute verhält sich Russland aber nicht wie ein Partner.“ Das habe Folgen. Für Breedlove ist wichtig, die Bereitschaft der Nato-Truppen zu erhöhen: „Es kann sein, dass wir von einer Reaktionsfähigkeit von Tagen anstatt von Wochen oder Monaten reden müssen.“ Zudem sei zu entscheiden, wo die Nato-Kräfte künftig stationiert werden sollen. „Wir müssen überlegen, ob wir Kräfte im Osten haben wollen.“