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Experten-Kommission: Ort für Atom-Endlager soll bis 2031 gefunden sein ++ Rentenkasse: Für die Jungen wird es sehr teuer

Ort für Atom-Endlager soll bis 2031 gefunden sein

Nur wenige Jahre vor dem Abschalten des letzten Atomkraftwerks in Deutschland beginnt die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Müll aufs Neue. Eine Endlager-Kommission aus Experten und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen nahm am Donnerstag in Berlin ihre Arbeit auf. Sie soll bis 2016 Kriterien empfehlen, nach denen hochradioaktiver Müll auf Dauer sicher aufbewahrt werden kann. Bis 2031 sollen auf dieser Basis Bund und Länder einen Standort auswählen. Dort soll bis 2050 ein Endlager errichtet werden. Bei der Entscheidung gibt es keine Vorgaben. Dies gilt auch für den Salzstock in Gorleben, der seit langem als Endlager ins Auge gefasst wird.

Für die Jungen wird es sehr teuer

Junge Bundesbürger zahlen deutlich mehr Beiträge in die Rentenkasse ein als sie später an Bezügen erhalten. Nach Berechnungen des Wirtschaftsprofessors Martin Werding zahlen die heute 4- bis 24-Jährigen während ihres Berufslebens rund 77.300 Euro mehr in die Rentenkasse als sie im Ruhestand erhalten, wie „Bild“ berichtet. Konkret sind es laut Werding bei einem heute Vierjährigen 76.580 Euro, bei einem 14-Jährigen 77.230 Euro und bei einem heute 24-Jährigen 76.490 Euro. „Diese Differenz zwischen dem, was die junge Generation in die Rentenkasse einzahlt, und dem, was sie im Alter als Rente bekommt, ist in Deutschland viel zu groß. Diese Summe ist erschreckend“, sagte Werding.