Nachrichten

Politik II

Ägypten: Gericht verurteilt 126 Muslimbrüder zu Haft ++ Libyen: Anhänger von Ex-General stürmen Parlament ++ Syrien: Chef der Luftabwehr wohl bei Kämpfen getötet worden ++ Indien: Wahlsieger Narendra Modi beginnt Kabinettsbildung

Gericht verurteilt 126 Muslimbrüder zu Haft

Ein ägyptisches Gericht hat am Sonntag 126 Anhänger der Muslimbruderschaft zu Haftstrafen von je zehn Jahren verurteilt. Ihnen wurde Beteiligung an Gewalttaten in der Nildelta-Provinz Kafr el-Scheich im vergangenen August nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte sie auch der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. In diesem Jahr wurden in zwei Verfahren mehr als Tausend Anhänger und Mitglieder der Muslimbrüder zum Tode verurteilt.

Anhänger von Ex-General stürmen Parlament

Anhänger eines abtrünnigen libyschen Generals haben am Sonntag nach eigener Darstellung das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Tripolis angegriffen. Es handele sich um Mitglieder der von Ex-General Chalifa Haftar befehligten Libyschen Nationalarmee, so deren Sprecher. Dem Abgeordneten Omar Buscha zufolge wurde das Gebäude in Brand gesetzt. Am Freitag waren bei Kämpfen zwischen Anhängern Haftars und Islamisten in der ostlibyschen Stadt Benghasi mehr als 70 Menschen getötet worden.

Chef der Luftabwehr wohl bei Kämpfen getötet worden

Der Chef der syrischen Luftabwehr ist laut der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bei Kämpfen im Osten der Hauptstadt Damaskus getötet worden. General Hussein Ischak sei seinen Verletzungen erlegen, die er bei einer Offensive gegen Rebellen im Vorort Mleiha erlitten habe, so die Beobachtungsstelle. In Mleiha hat die Luftabwehr eine großen Stützpunkt. Auch auf Internetseiten der Rebellen wurde vom Tod des Generals berichtet.

Wahlsieger Narendra Modi beginnt Kabinettsbildung

Nach seinem überragenden Wahlsieg hat Indiens designierter Premierminister Narendra Modi mit der Regierungsbildung begonnen. Der 63-Jährige traf sich am Sonntag mit den Spitzen seiner hindu-nationalistischen Partei BJP. Diese hatte sich bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit gesichert und kann ohne Bündnispartner regieren. Bei seinem „Siegeszug“ durch Neu-Delhi wurde Modi am Samstag mit Jubel empfangen.