Sicherheit

Explosionen in Kenia: Hunderte Briten verlassen das Land

In der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind bei zwei Explosionen am Freitag mindestens vier Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Eine der beiden Explosionen ereignete sich auf einem Markt in der Nähe des Stadtzentrums, die andere in einem Kleinbus ganz in der Nähe, wie das Katastrophenschutzzentrum mitteilte. Die Ursache der Explosionen war zunächst unklar. Kenia wurde in jüngster Zeit immer wieder von blutigen Anschlägen erschüttert, für die zumeist islamistische Gruppen verantwortlich gemacht wurden. Angesichts verschärfter Reisehinweise seitens London werden derzeit rund 400 britische Touristen aus der kenianischen Küstenregion rund um Mombasa gebracht. Das britische Außenministerium hatte vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region gewarnt.

Bei zwei Bombenanschlägen in der kenianischen Hafenstadt Mombasa waren Anfang Mai vier Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Viele Anschläge in dem Land werden aus Rache dafür verübt, dass Kenia das Nachbarland Somalia im Kampf gegen Islamisten unterstützt. So bekannte sich etwa die somalische Shebab-Miliz zu einem Überfall auf ein Einkaufszentrum in Nairobi, bei dem Ende September 67 Menschen getötet wurden.