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Politik II

Afghanistan: Stichwahl entscheidet über Präsidentenamt ++ Vietnam: Proteste gegen Chinesen eskalieren – mehrere Tote ++ USA: Pentagon lässt Soldaten für Zombie-Apokalypse planen

Stichwahl entscheidet über Präsidentenamt

Bei der Präsidentenwahl in Afghanistan hat Spitzenreiter Abdullah Abdullah auch nach dem amtlichen Endergebnis die absolute Mehrheit verfehlt. Nach dem am Donnerstag von der Wahlkommission (IEC) in Kabul vorgelegten Endergebnis kam Abdullah auf 45 Prozent der Stimmen. Er muss damit in einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Aschraf Ghani antreten. Der frühere Finanzminister gewann 31,6 Prozent. IEC-Chef Jusuf Nuristani sagte, die Stichwahl sei nun erst für den 14. Juni geplant. Ein vorläufiges Ergebnis will die Wahlkommission nach dem neuen Zeitplan am 2. Juli verkünden, ein Endergebnis soll am 22. Juli folgen.

Proteste gegen Chinesen eskalieren – mehrere Tote

Bei den antichinesischen Protesten in Vietnam sind nach Angaben eines Arztes mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben flohen Hunderte Chinesen vor der Gewalt in den Industriezonen ins Nachbarland Kambodscha. China äußerte sich besorgt und forderte Schadenersatz. Auslöser der Proteste sind Ansprüche Chinas im Südchinesischen Meer. Dort bohrt China in einem Seegebiet, das auch Vietnam für sich beansprucht, nach Öl. Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Ländern sind dadurch belastet wie lange nicht mehr seit Ende des kurzen Grenzkrieges 1979. Fünf der Toten seien vietnamesische Arbeiter, die anderen 16 seien vermutlich Chinesen, sagte ein Arzt in der zentralen Provinz Ha Tinh.

Pentagon lässt Soldaten für Zombie-Apokalypse planen

Das US-Militär hat ein skurriles Training für seinen Führungsnachwuchs entwickelt. Um Studenten einer Kommandoeinheit mit strategischem Denken vertraut zu machen, mussten sie einen Abwehrplan gegen eine Zombie-Apokalypse entwerfen, berichtete das Magazin „Foreign Policy“. Dafür gingen sie nach eigenen Angaben vom schlimmsten Fall aus: Dass eine riesige Menge von Untoten über die Erde wandelt und dabei zahlreiche Menschen infiziert und auffrisst, ohne dass es ein Gegenmittel gibt. Es sei besser, im Unterricht mit fiktionalen Gegnern zu arbeiten als mit tatsächlichen Staaten – denn die Öffentlichkeit könnte Übungen mit echten Plänen verwechseln, hieß es.